Logo Die Sachsen News
Nachrichten / News aus Tschechien

Zoo Liberec: Seelöwe Hugo stirbt nach verschluckter Puppe

Zoo Liberec: Seelöwe Hugo stirbt nach verschluckter Puppe
Im Zoo Liberec ist der Mähnenrobbenbulle Hugo gestorben – bei der Obduktion fand sich ein verschluckter Puppenkopf in seinem Verdauungstrakt. Der Zoo mahnt Besucher zu mehr Rücksichtnahme. Foto: Zoo Liberec | Facebook
Von: News aus Tschechien
Im Zoo Liberec ist der 17 Jahre alte Mähnenrobbenbulle Hugo gestorben. Bei der Obduktion wurde in seinem Verdauungstrakt der Kopf einer Puppe gefunden, den Mitarbeiter zwei Tage zuvor aus dem Becken gefischt hatten.

Im Zoo Liberec ist in der Nacht von Freitag auf Samstag der 17 Jahre alte Mähnenrobbenbulle Hugo gestorben. Das teilte Zoosprecherin Barbora Tesařová in einer Pressemitteilung mit. Bei der Obduktion wurde in seinem Verdauungstrakt der Kopf einer Puppe entdeckt, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Zoos zwei Tage zuvor aus dem Becken gefischt hatten. „Der Fremdkörper hat sehr wahrscheinlich Prozesse ausgelöst, die zu Hugos Tod führten. Auf die Ergebnisse der Laboruntersuchungen der entnommenen Proben warten wir aber noch", erklärte Tesařová. Nähere Informationen will die Zooleitung am Montag bekanntgeben.


Foto: Zoo Liberec | Facebook

Der Zoo Liberec hält seit 1975 Mähnenrobben, seither lebten mehr als zwanzig Tiere in der Anlage. Hugo war zuletzt die einzige Mähnenrobbe im Zoo. „Die Zoologen verhandeln bereits über die Ankunft neuer Tiere, und wir bereiten auch notwendige Verbesserungen des Robbenpavillons vor. Wir hoffen, dass die Flossenfüßer bald wieder nach Liberec zurückkehren", teilte der Zoo auf Facebook mit.

Mehr aus dieser Kategorie

Zugleich appellierte der Zoo erneut an die Rücksichtnahme der Besucherinnen und Besucher: „Wir bitten die Öffentlichkeit wiederholt, Tiere weder zu füttern noch fremde Gegenstände in die Gehege zu werfen. Wenn Sie bei den Tieren etwas bemerken, das für sie gefährlich sein könnte, seien Sie nicht gleichgültig und informieren Sie sofort den nächsten Zoomitarbeiter. Damit können Sie helfen, die Gesundheit oder sogar das Leben eines Tieres zu retten."

Mähnenrobben leben in freier Wildbahn an den Küsten Südamerikas, wo sie sandige Strandabschnitte bevorzugen. Sie zählen zu den Raubtieren und ernähren sich von Plankton, Weichtieren, Fischen, Sepien und Tintenfischen. In Gefangenschaft fressen sie täglich sieben bis zehn Kilogramm Fisch. Ihren Namen verdankt die Art dem verlängerten Nackenfell, das den Eindruck einer Mähne erweckt. Männchen erreichen eine Größe von bis zu 2,5 Metern und ein Gewicht von 250 Kilogramm, Weibchen sind kleiner und wiegen rund 140 Kilogramm.

News aus Tschechien
Artikel von

News aus Tschechien

News aus Tschechien ist für die Inhalte selbst verantwortlich. Es gilt der Kodex der Plattform. Die Plattform prüft und behandelt Inhalte gemäß den gesetzlichen Vorgaben, insbesondere nach dem NetzDG.