Die Wirtschaftsstimmung in Tschechien hat sich im August leicht eingetrübt. Das geht aus dem monatlichen Konjunkturbarometer des Tschechischen Statistikamts (ČSÚ) hervor. Der zusammenfassende Vertrauensindikator sank gegenüber Juli um 0,6 Punkte auf 100,5 Punkte. Dabei entwickelten sich Unternehmen und Verbraucher unterschiedlich.
Das Unternehmensvertrauen blieb mit 100,2 Punkten unverändert. In der Industrie verbesserte sich die Stimmung leicht um 0,3 Punkte – getragen von Erwartungen einer höheren Produktion. Im Handel sank der Indikator dagegen um 1,1 Punkte, im Baugewerbe um 0,6 Punkte, in ausgewählten Dienstleistungsbranchen um 0,2 Punkte. „Das Vertrauen der Unternehmen hielt sich im August vor allem dank der erwarteten Produktionssteigerung in der Industrie auf dem Niveau seines langfristigen Durchschnitts", erklärte Jiří Obst, Leiter der Abteilung für Konjunkturerhebungen beim ČSÚ.
Deutlich stärker trübte sich die Verbraucherstimmung ein: Der entsprechende Indikator fiel um 3,3 Punkte auf 102,3 Punkte. Zum zweiten Mal in Folge stieg der Anteil der Befragten, die in den kommenden zwölf Monaten mit einer Verschlechterung der allgemeinen Wirtschaftslage rechnen. Gleichzeitig bewerteten mehr Verbraucher ihre aktuelle finanzielle Situation schlechter als noch vor einem Jahr, und die Zahl der Haushalte, die in nächster Zeit keine größeren Anschaffungen planen, nahm zu.