Chinas Geheimdienste haben 2025 gezielt ausgewählte tschechische Akademiker angesprochen, um sensible Informationen zu gewinnen und sich besser im tschechischen Umfeld zu orientieren. Das geht aus dem Jahresbericht der tschechischen Sicherheitsinformationsdienst (BIS) für das Jahr 2025 hervor. Die Akademikerwelt stelle für China eine wertvolle Quelle von Informationen und Kontakten dar, heißt es in dem Bericht.
Geeignete Kandidaten werden demnach häufig während eines Studienaufenthalts in China, über das berufliche Netzwerk LinkedIn oder direkt in Tschechien von Angehörigen chinesischer Geheimdienste angesprochen. Unter dem Vorwand der Interesse an fachlicher Zusammenarbeit und mit dem Versprechen finanzieller Vergütung werden die Akademiker gebeten, Analysen zu vorgegebenen Themen zu verfassen, die chinesischen politischen Interessen entsprechen. Diese Analysen dienten laut BIS als Vorstufe zu einer weitergehenden Kooperation, bei der dann zunehmend sensible und nicht öffentliche Informationen verlangt werden.