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Tschechischer Geheimdienst warnt: China rekrutiert Akademiker für Spionage

Tschechischer Geheimdienst warnt: China rekrutiert Akademiker für Spionage
Symbolbild Spionage / pixabay geralt
Von: News aus Tschechien
Chinas Geheimdienste haben 2025 gezielt tschechische Akademiker angeworben, um sensible Informationen zu gewinnen. Das berichtet der tschechische Inlandsgeheimdienst BIS in seinem Jahresbericht für 2025.

Chinas Geheimdienste haben 2025 gezielt ausgewählte tschechische Akademiker angesprochen, um sensible Informationen zu gewinnen und sich besser im tschechischen Umfeld zu orientieren. Das geht aus dem Jahresbericht der tschechischen Sicherheitsinformationsdienst (BIS) für das Jahr 2025 hervor. Die Akademikerwelt stelle für China eine wertvolle Quelle von Informationen und Kontakten dar, heißt es in dem Bericht.

Geeignete Kandidaten werden demnach häufig während eines Studienaufenthalts in China, über das berufliche Netzwerk LinkedIn oder direkt in Tschechien von Angehörigen chinesischer Geheimdienste angesprochen. Unter dem Vorwand der Interesse an fachlicher Zusammenarbeit und mit dem Versprechen finanzieller Vergütung werden die Akademiker gebeten, Analysen zu vorgegebenen Themen zu verfassen, die chinesischen politischen Interessen entsprechen. Diese Analysen dienten laut BIS als Vorstufe zu einer weitergehenden Kooperation, bei der dann zunehmend sensible und nicht öffentliche Informationen verlangt werden.

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Im Bericht wird auch der Fall eines chinesischen Staatsbürgers erwähnt, den die tschechische Polizei im Januar dieses Jahres wegen unerlaubter Tätigkeit für eine fremde Macht anklagte – der erste derartige Strafverfolgungsfall in Tschechien. Yang Yiming wurde laut BIS als Angehöriger des chinesischen Geheimdienstes identifiziert, der seit 2022 in Tschechien tätig war. Er nutzte die Tarnung als Journalist eines chinesischen Mediums – ein klassisches Tarnmittel chinesischer Geheimdienste. Während seiner Zeit in Tschechien baute er laut BIS ein verzweigtes Netzwerk von Kontakten auf, über die er Zugang zu sensiblen Informationen aus staatlichen Institutionen erlangte.

Darüber hinaus schildert der Bericht, wie chinesische Geheimdienste in Tschechien dauerhaft unter journalistischer und diplomatischer Tarnung tätig seien. Ihr vorrangiges Ziel sei die Suche nach Sympathisanten in allen politischen Parteien, die – teils unwissentlich – chinesische Interessen vertreten, nicht-öffentliche Informationen weitergeben und die Zusammenarbeit zwischen Tschechien und Taiwan schwächen sollen. Zudem versuche China, Informationen über Konferenzen zu den sogenannten fünf Giften – darunter Taiwan und Tibet – zu beschaffen. Der Bericht weist auch auf die Zusammenarbeit chinesischer und tschechischer Medien hin: Chinesische Inhalte würden vor allem an kleinere tschechische Medien weitergegeben und zielten darauf ab, das Bild Chinas in der tschechischen Öffentlichkeit positiv zu beeinflussen.

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