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18 Millionen Impfdosen abgelaufen: Tschechiens teure Corona-Bilanz

18 Millionen Impfdosen abgelaufen: Tschechiens teure Corona-Bilanz
Symbolbild COVID / pixabay imperioame
Von: News aus Tschechien
Tschechien hat seit 2020 rund 19 Milliarden Kronen für COVID-19-Impfstoffe ausgegeben. Von den 41 Millionen gelieferten Dosen wurden weniger als die Hälfte tatsächlich verimpft – mehr als 18 Millionen Dosen liefen ab und mussten vernichtet werden.

Tschechien hat seit Beginn der Corona-Pandemie rund 19 Milliarden Kronen für COVID-19-Impfstoffe ausgegeben. Das geht aus Informationen des tschechischen Gesundheitsministeriums hervor, die auf Anfrage des Tschechischen Technischen Ausschusses bereitgestellt wurden. Von den 41 Millionen gelieferten Dosen wurden weniger als die Hälfte in Tschechien tatsächlich verabreicht. Mehr als 18 Millionen Dosen im Wert von rund 8 Milliarden Kronen liefen ab und mussten vernichtet werden. Weitere vier Millionen Dosen wurden an andere Länder gespendet.

Der Impfstoffbedarf ist seit der ersten Rollout-Phase drastisch gesunken. Im ersten Jahr, in dem Impfstoffe breit verfügbar waren, wurden mehr als 15 Millionen Dosen verabreicht. Ein Jahr später war die Nachfrage auf etwa ein Fünftel gefallen. Zwischen 2022 und 2023 ging das Interesse um mehr als 80 Prozent zurück, in den Folgejahren um weitere rund ein Drittel. Bis zum 26. Juli dieses Jahres waren erst rund 1.500 Dosen verabreicht worden – der Großteil der Impfungen findet jedoch traditionell in den Herbstmonaten statt.

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Für die Impfsaison 2026/27 stehen rund 900.000 Dosen zur Verfügung. In der vorangegangenen Saison wurden weniger als ein Drittel dieser Menge tatsächlich verimpft. Bei den ursprünglichen Beschaffungsentscheidungen herrschte erhebliche Unsicherheit über den Verlauf der Pandemie, den Bedarf an Auffrischungsdosen und die Impfbereitschaft der Bevölkerung – eine ausreichende Versorgung galt angesichts möglicher Verschlechterungen der Lage als notwendig.

Für die Saison 2027/28 prüft das Gesundheitsministerium nun eine andere Beschaffungsstrategie. Derzeit laufen Verhandlungen mit Impfstoffherstellern, Krankenkassen und medizinischen Organisationen – mit stärkerem Fokus auf der erwarteten Nachfrage und der Kosteneffizienz.

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