Das Prager Institut für Planung und Entwicklung (IPR) hat Prag mit elf anderen europäischen Städten verglichen – von Wohnen und Pendeln bis zu Bildung und Freizeit. Das zeigt ein neuer Bericht, der auf verifizierten Daten der Partnerinstitutionen basiert. Das Ergebnis: Prag hat klare Stärken und deutliche Schwächen.
Beim Wohneigentum gehört Prag zu den unerschwinglichsten Städten Europas. Eine Wohnung zu kaufen erfordert mehr als 13 Jahresbruttolöhne – ähnlich wie in Barcelona, München und Amsterdam. Auch bei Mietwohnungen fehlen erschwingliche Alternativen, die in vielen westeuropäischen Städten existieren. Eine 60-Quadratmeter-Wohnung kostet in Prag rund 40 Prozent des Durchschnittsgehalts – in München sind es 28 Prozent, in Wien nur 14 Prozent.
Auf dem Arbeitsmarkt schneidet Prag gut ab: Die Arbeitslosenquote gehört zu den niedrigsten in Europa. Die Reallöhne liegen jedoch deutlich unter westeuropäischen Hauptstädten. Arbeitnehmer in München verdienen rund 50 Prozent mehr als in Prag. Prager Beschäftigte arbeiten zwar inzwischen weniger als früher – unter 39 Stunden pro Woche im Schnitt – doch noch immer rund drei Stunden mehr als in vielen westeuropäischen Städten.