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Cyberbetrug in Tschechien: 88-Jähriger verliert 290.000 Kronen an Telefonbetrüger

Cyberbetrug in Tschechien: 88-Jähriger verliert 290.000 Kronen an Telefonbetrüger
Symbolbild Cyberkriminalität / pixabay FotoRichter
Von: News aus Tschechien
Ein 88-jähriger Senior aus dem Kreis Ústí nad Labem ist Opfer eines ausgeklügelten Telefonbetrugs geworden. Innerhalb weniger Stunden überwiesen die Täter über 290.000 Kronen von seinem Konto.

Die Polizei in Ústí nad Labem ermittelt in einem weiteren Fall von Cyberbetrug, bei dem ein 88-jähriger Senior um mehr als 290.000 Kronen gebracht wurde. Das teilte die Polizei des Ústecký kraj mit. Die Täter nutzten eine ausgeklügelte Masche mit einem angeblich vergessenen Konto aus der Vergangenheit.

Der Betrug begann mit einem Anruf von einer slowakischen Nummer. Eine Frau, die fließend Tschechisch sprach und sich als „Sofie" vorstellte, teilte dem Senior mit, er habe ein vergessenes Konto aus dem Jahr 2024, auf dem sich Guthaben befinde. Als er Interesse zeigte, meldete sich am selben Nachmittag ein angeblicher „Manager" mit gebrochenem Tschechisch. Dieser überredete den Senior, zunächst ein Internetbanking einzurichten – unter dem Vorwand, nur so könne das Geld ausgezahlt werden. Der Mann besuchte daraufhin seine Bank und aktivierte das Internetbanking.

Zurück zu Hause wurde er von dem Betrüger Schritt für Schritt durch den Prozess geführt – telefonisch und über WhatsApp. Unter dem Vorwand, das Konto zunächst „säubern" zu müssen, bestätigte der Senior insgesamt 18 Zahlungen an verschiedene Konten. Er stand dabei unter erheblichem psychischen Druck und konnte die einzelnen Schritte später kaum noch rekonstruieren.

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Erst zwei Tage nach dem Betrug wurde der Mann endgültig misstrauisch, als die Täter weitere 100.000 Kronen forderten. Erst dann erkannte er, dass er betrogen worden war. Er blockierte umgehend sein Konto und seine Karte und erstattete Anzeige bei der Polizei. Der Gesamtschaden beträgt mehr als 290.000 Kronen.

Die Polizei appelliert eindringlich an Seniorinnen und Senioren sowie ihre Angehörigen, bei unbekannten Anrufern besonders vorsichtig zu sein. Fremde Personen sollten niemals Zugang zum Internetbanking erhalten, unbekannte Zahlungen nicht bestätigt werden. Im Zweifelsfall empfiehlt die Polizei, zunächst die eigene Bank zu kontaktieren oder eine Vertrauensperson hinzuzuziehen.

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