Der Prager Stadtrat hat den Beginn der Projektvorbereitung für die Sanierung der historischen Kasárna Karlín beschlossen. Das teilte die Prager Stadtregierung mit. Die Gesamtkosten werden auf rund 1,93 Milliarden Kronen geschätzt, die im Stadthaushalt zwischen 2027 und 2032 eingeplant sind. Die Projektplanung selbst soll von 2027 bis 2029 erfolgen.
Die Kasárna Karlín gelten als strategisch wichtige Immobilie der tschechischen Hauptstadt. Prag übernahm das Areal 2023 und bereitet seitdem dessen Erneuerung vor. „Heute ist die Kasárna Karlín ein isolierter und geschlossener Gebäudekomplex. Der Sanierungsentwurf verbindet das Gebäude mit seiner Umgebung, sodass das gesamte Haus einschließlich seiner Straßenfront zu einem lebendigen lokalen Zentrum wird", erklärte der für Stadtentwicklung zuständige stellvertretende Oberbürgermeister Petr Hlaváček. Gleichzeitig sollen denkmalgeschützte Elemente und der Charakter des Gebäudes erhalten bleiben.
In der ersten Phase wird das Hauptgebäude saniert. Das Betriebsgebäude im Innenhof, in dem das Kulturzentrum Kasárna Karlín untergebracht ist, soll in späteren Etappen separat behandelt werden. Geplant sind neue Durchgänge von der Straße in den bislang nur über einen Eingang zugänglichen Innenhof. Im Erdgeschoss sollen Geschäfte und Dienstleistungen entstehen, unter dem Dach könnte Wohnraum für Studierende eingerichtet werden. In den übrigen Stockwerken sind Ateliers und Büros vorgesehen – die Stadt erwägt auch die Einrichtung eines Technologieparks.