Im ehemaligen Tagebaugebiet der Tschechoslowakischen Armee (ČSA) im tschechischen Erzgebirge entsteht eine neue Wander- und Radroute durch rekultivierte Landschaften. Das teilten die Betreiber mit. Erste Abschnitte sollen noch in diesem Sommer für Besucher geöffnet werden. Das Gebiet zwischen Hochofen (Vysoká Pec) und Tschernitz (Černice) war über fünfzig Jahre lang vom Braunkohleabbau geprägt und für die Öffentlichkeit unzugänglich. Der Abbau endete erst 2024.
Die neue Route führt durch eine Landschaft, die heute kaum noch an den früheren Tagebau erinnert. Besucher passieren Feuchtgebiete, neu entstandene Seen und offene Wiesenflächen. Zu den zugänglichen Orten gehören unter anderem die Seen Hedvika und Marcela, an denen bereits verschiedene Vogelarten nisten. In einigen Bereichen laufen noch Gestaltungsarbeiten an künftigen Ufern und Böschungen, und bis voraussichtlich April 2027 können Besucher beobachten, wie ehemalige Großgeräte des Bergbaus zurückgebaut werden.
Die Rekultivierung des Gebiets läuft bereits seit rund drei Jahrzehnten und umfasst mehrere tausend Hektar. Nach Angaben der Betreiber wurden zahlreiche Tier- und Pflanzenarten nachgewiesen – darunter auch gefährdete und geschützte Arten. Teile des ehemaligen Tagebaus stehen deshalb inzwischen unter Naturschutz. Die Route soll so ausgebaut werden, dass sie auch für Familien mit Kindern geeignet ist.