Die tschechische Regierung hat einen Gesetzesentwurf des Verkehrsministeriums gebilligt, der die automatische jährliche Anpassung der Preise für Autobahnvignetten abschaffen soll. Das teilte das Verkehrsministerium mit. Nun muss noch das Parlament über die Gesetzesänderung entscheiden. Sie soll zum 1. Januar 2027 in Kraft treten.
Sollte das Abgeordnetenhaus zustimmen, bleiben die Preise für elektronische Autobahnvignetten im Jahr 2027 unverändert. Die Jahresvignette würde weiterhin 2.570 Kronen kosten. Für die 30-Tage-Vignette wären wie bisher 480 Kronen fällig, die Zehn-Tage-Vignette kostet weiterhin 300 Kronen und die Tagesvignette 230 Kronen.
Verkehrsminister Ivan Bednárik begründete den Schritt mit den deutlichen Preissteigerungen der vergangenen Jahre. Seit 2023 sei der Preis der Jahresvignette um 1.070 Kronen beziehungsweise um mehr als 70 Prozent gestiegen. Damit nähere sich Tschechien beim Preisniveau Österreich an, obwohl das Nachbarland über ein dichteres Autobahnnetz und eine höhere Kaufkraft verfüge.