In Berlin häufen sich Schussvorfälle, die Ermittler mit türkischen Kriminellen in Verbindung bringen. Wie der tschechische Nachrichtensender ČT24 berichtete, hat die Polizei dabei auch illegale Schusswaffen aus Tschechien sichergestellt. „Nach unseren Erkenntnissen ist Tschechien sowohl ein Transitland als auch ein Land, in dem unter bestimmten Umständen noch alte Bestände an Schusswaffen vorhanden sein können, von denen einige in den 1940er und 1950er Jahren hergestellt wurden", erklärte der Berliner Polizeisprecher Florian Nath.
Im vergangenen Jahr zählte die Berliner Polizei 515 Schussvorfälle – 70 Prozent mehr als 2024. Eine seit Oktober des Vorjahres tätige Sonderermittlungseinheit hat seither Dutzende Waffen und Hunderte Munitionseinheiten beschlagnahmt sowie 37 Verdächtige in Untersuchungshaft genommen. Die Ermittler gehen davon aus, dass eine konkrete kriminelle Gruppe gezielt türkischstämmige Unternehmer in der Stadt erpresst. Betroffen waren unter anderem eine Fahrschule im Westen Berlins sowie ein Vorfall Ende Mai im Stadtteil Graefekiez. Seit Herbst des Vorjahres wurden rund 30 Menschen angeschossen, mindestens zwei starben.