Die Tschechische Republik erfüllt nahezu alle wirtschaftlichen Voraussetzungen für die Einführung des Euro. Das geht aus einem neuen Konvergenzbericht der Europäischen Kommission hervor. Demnach erfüllt Tschechien drei der vier zentralen Konvergenzkriterien und zählt damit gemeinsam mit Schweden zu den am besten vorbereiteten Nicht-Eurozonen-Ländern der EU. Die verbleibenden Hürden seien nicht wirtschaftlicher, sondern politischer und institutioneller Natur.
Bei der Inflation liegt Tschechien inzwischen wieder unterhalb des Referenzwertes. Im Mai sank der Jahresdurchschnitt auf 1,9 Prozent – unter dem Referenzwert von 2,7 Prozent. Die EU-Kommission erwartet, dass die Inflation bis 2027 im zulässigen Rahmen bleibt. Auch die öffentlichen Finanzen entsprechen den Maastricht-Kriterien: Das Haushaltsdefizit betrug 2025 rund 2,1 Prozent des BIP, die Staatsschulden lagen bei 44,3 Prozent des BIP – beide Werte unterhalb der erlaubten Obergrenzen. Gleiches gilt für die langfristigen Zinsen: Im Mai lag der Jahresdurchschnitt bei 4,5 Prozent, unter dem Referenzwert von 5,1 Prozent.