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Deutsch-tschechisches Projekt soll Bachforellen im Erzgebirge schützen

Deutsch-tschechisches Projekt soll Bachforellen im Erzgebirge schützen
Symbolbild Bachforelle / pixabay LivingFlyLegacy
Von: News aus Tschechien
Wie wirken sich Klimawandel und Parasiten auf die Bachforelle aus? Ein neues deutsch-tschechisches Forschungsprojekt soll Antworten liefern und den Schutz der Gewässer im Erzgebirge verbessern.

Ein neues deutsch-tschechisches Forschungsprojekt will in den kommenden drei Jahren den Zustand der Fischbestände in den Fließgewässern des Erzgebirges untersuchen. Das teilten das Biologische Zentrum der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik, die Südböhmische Universität České Budějovice, die Technische Universität Dresden und die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt gemeinsam mit. Ziel des Vorhabens ist es, die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gewässerökosysteme besser zu verstehen und Grundlagen für deren langfristigen Schutz zu schaffen.

Im Rahmen des Interreg-Programms Tschechien–Sachsen werden an insgesamt 80 Standorten auf deutscher und tschechischer Seite des Erzgebirges Fischgemeinschaften untersucht. Neben den Beständen stehen auch Parasiten der Fische im Fokus der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Die Forschenden knüpfen dabei an frühere Untersuchungen an Bachforellen im Böhmerwald an und erweitern diese auf die grenzüberschreitenden Gewässer des Erzgebirges.

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Bei den Feldarbeiten werden die Fische mit wissenschaftlichen Methoden erfasst, bestimmt, vermessen und gewogen. Anschließend werden sie wieder in die Gewässer zurückgesetzt. Von einer Stichprobe der Bachforellen werden parasitologische Untersuchungen durchgeführt. Zusätzlich kommen genetische Analysen und Untersuchungen mit Umwelt-DNA zum Einsatz, um besonders gefährdete Populationen zu identifizieren.

Neben der Forschung setzt das Projekt auf den Austausch mit Gewässerunterhaltern, Naturschutzbehörden und der Öffentlichkeit. Geplant sind Fachworkshops, Exkursionen sowie Informationsveranstaltungen. Gemeinsam mit den Verantwortlichen sollen zudem Maßnahmen zur Verbesserung von Uferbereichen und Flussbetten entwickelt und umgesetzt werden.

Die Auftaktkonferenz findet am 25. August 2026 im Riedelhof in Eubabrunn im Vogtland statt. Auf dem Programm stehen außerdem Besuche des Erlebnismuseums Perlmutter in Adorf sowie der Aufzuchtstation für Flussperlmuscheln der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt in Raun.

Projektleiter Petr Blabolil vom Biologischen Zentrum der Akademie der Wissenschaften der Tschechischen Republik und der Südböhmischen Universität betont, dass historische Umweltbelastungen, Renaturierungsmaßnahmen und der Klimawandel die Gewässer des Erzgebirges bis heute prägen. Das Projekt soll aufzeigen, in welchem Zustand sich die Fischgemeinschaften befinden und welche Faktoren ihre Entwicklung künftig beeinflussen.

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