Der Prager Stadtrat hat am Mittwoch die finale Fassung des neuen Metropolitplans gebilligt. Das teilte die Prager Stadtverwaltung mit. Über die endgültige Verabschiedung stimmt das Stadtparlament am 28. Mai ab. Sollte der Plan angenommen werden, tritt er voraussichtlich am 1. September in Kraft und ersetzt damit den seit 1999 geltenden Raumordnungsplan.
Der neue Metropolitplan soll die Voraussetzungen für ein deutlich intensiveres Wachstum Prags schaffen. Laut dem städtischen Institut für Planung und Entwicklung (IPR), das den Plan ausgearbeitet hat, bietet er Raum für den Bau von bis zu 350.000 Wohnungen – vor allem auf ehemaligen Industrie- und Brachflächen. Gleichzeitig sollen mehr als 700 charakteristische Stadtgebiete, Grünflächen sowie das historische Zentrum geschützt werden. Enthalten sind zudem bedeutende Infrastrukturprojekte wie neue Straßenbahnstrecken, die Fertigstellung beider Stadtringstraßen, eine Hochgeschwindigkeitsbahnstrecke, die neue Philharmonie an der Moldau sowie ein Energiezentrum in Bubeneč, das Abwärme aus Abwasser zur Beheizung von Haushalten nutzen soll.