Es gab doch so einiges Interessantes zu erfahren über die drei OB-Kandidaten. Markus Renner (parteilos) zum Beispiel besitzt sogar zwei Fahrräder. Martin Bahrmann (FDP) kann unter 40 Schals auswählen und ist gar nicht in Meißen, sondern in Riesa geboren. Rene Jurisch (für die AfD) fährt Harley und fotografiert gern, das wussten viele, aber dass er Fan von expressionistischer Kunst ist, sicher kaum jemand, oder?
Das Wahlforum der Sächsischen Zeitung zog am Donnerstagabend rund 170 interessierten Gäste in den Ratssaal. Offensichtlich war die Renner-Fraktion am stärksten vertreten.
Los ging es gleich mit kritischen Fragen. Wie viel NPD sei noch im Kandidaten Jurisch, wurde gefragt. Jurisch antwortete, eine Laune habe ihn vor 23 Jahren in die NPD geführt. Aber er trat wieder aus, weil er mit dem damaligen angeblich sozialistischen Kurs der NPD nicht einverstanden war. Vor allem lehnte er die Anti-Israel-Politik der NPD ab. Wieviel NPD-Ideologie heute tatsächlich noch in ihm stecke? "Der deutsche Nationalstolz, mehr nicht", sagte Jurisch.
