Die klimatischen Veränderungen bedeuten für den Weinbau in Proschwitz große Herausforderungen. Um zukünftig tragfähigen Weinbau zu gewährleisten, sind neue Ansätze gefragt. Insbesondere durch Dürren, die bereits in Sachsen spürbar sind, muss das Boden- und Wassermanagement angepasst werden. Das teilte das Weingut am Mittwoch mit. Durch gezielte Tiefenlockerung mit anschließender Einsaat von Grün (50 verschiedene Biosämereien) schaffen die Winzer nicht nur „Kleinbiotope“, sondern erhöhen auch die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Zusätzlich wird die Erosionsgefahr der Weinbergsböden minimiert.
Ebenfalls entscheidend sei der Pflanzenschutz, da steigende Temperaturen neue Schädlinge anziehen. Für den Bio-Weinbau bedeutet dies eine besondere Aufgabe, da die verfügbaren Schutzmittel begrenzt sind. Eine gezielte Auswahl der Rebsorten, sei es durch klassische oder neue, widerstandsfähige Reben, sei notwendig. Trotz aller Schwierigkeiten bleibe man in Proschwitz optimistisch und setzt voll auf Innovationen.