Der Strom könnte knapp werden. Dieses Dzenario beschreibt das neue Regionalszenario „Strom“ der Planungsregion Ost der Netzbetreiber. Der Leistungsbedarf in den ostdeutschen Verteilnetzen steige deutlich schneller als der derzeit realisierbare Netzausbau. Die neun beteiligten Verteilnetzbetreiber, darunter Sachsen-Energie, sehen deshalb dringenden politischen Handlungsbedarf, um Klimaziele und Versorgungssicherheit in Einklang zu bringen.
Das Szenario bestätigt den anhaltend starken Ausbau von Wind- und Solarenergie und dokumentiert gleichzeitig einen wachsenden Strombedarf durch Industrieprojekte, Rechenzentren, Elektromobilität und Wärmepumpen. Diese regionalen Entwicklungen erzeugen Druck auf lokale Netze. Das betrifft auch den Landkreis Meißen. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die Netzbetreiber konkrete Maßnahmen: bessere Synchronisierung von Erzeugung und Netzkapazitäten, engere Verzahnung zwischen Regional- und Bundesplanung, eine erhebliche Beschleunigung von Genehmigungsverfahren sowie eine verlässliche Refinanzierung des Netzausbaus. Ohne diese Schritte sei der Weg zur Klimaneutralität bis 2045 kaum zu halten, heißt es.
Die Betreiber sehen neben regulatorischen Anpassungen auch einen Bedarf an mehr Personal und Ressourcen in Verwaltungen und Netzunternehmen, um Planungen und Bauvorhaben schneller umzusetzen. Zudem sei Bürokratieabbau bei Genehmigungen nötig, um die Lücke zwischen Bedarf und Ausbau zu schließen.
Das Positionspapier und das vollständige Regionalszenario sind unter https://www.arge-fnb-ost.de/news abrufbar.