Die Stadt Prag führt eine neue stadtweite Parkberechtigung für emissionsfreie Fahrzeuge ein. Diese Maßnahme zielt darauf ab, den Umstieg auf umweltfreundliche Verkehrsmittel zu fördern und die Luftqualität in der Hauptstadt zu verbessern. Mit der Einführung einer Jahreskarte, die 24.000 Kronen (knapp 1.000 Euro) kostet, können alle Einwohner mit Wohnsitz in Prag sowie Unternehmen aus geeigneten Stadtteilen von dieser Regelung profitieren. Die Zahlungen für die Parkberechtigung können entweder vierteljährlich oder für das gesamte Jahr erfolgen. Das teilte die Website Tschechien.News mit.
Die neue Parkberechtigung erlaubt es emissionsfreien Fahrzeugen, in allen kostenpflichtigen Parkzonen der Hauptstadt zu parken. Dies stellt eine wesentliche Ergänzung sowohl für kurzfristiges Besucherparken als auch für langfristiges Bewohnerparken dar. Elektrofahrzeugfahrer können zudem seit dem 1. Januar 2026 eine Ermäßigung von 50 Prozent auf die Parkgebühren beanspruchen. Das Inkrafttreten der neuen Gebührenordnung ist für den 1. März 2026 vorgesehen. Normales Parken in der Prager Innenstadt kann schon mal 30 bis 35 Euro am Tag kosten. Mit dem Ticket für E-Autos wären es nur rund 3 Euro.
Erwerbsberechtigt sind alle Einwohner mit Wohnsitz in Prag sowie Unternehmen mit Sitz in Stadtteilen, in denen flächendeckende Parkzonen gelten. Mit der neuen Regelung dürfen emissionsfreie Fahrzeuge in allen kostenpflichtigen Parkzonen auf dem Gebiet der Hauptstadt parken. Die neue Parkberechtigung ergänzt damit sowohl das kurzfristige Besucherparken als auch das langfristige Bewohnerparken. Für Letzteres können Fahrer von Elektrofahrzeugen seit dem 1. Januar 2026 weiterhin eine Ermäßigung von 50 Prozent in Anspruch nehmen. Die neue, geänderte Gebührenordnung tritt am 1. März 2026 in Kraft.
Der Schritt steht im Einklang mit den strategischen Zielsetzungen Prags, einschließlich des Plans für nachhaltige Mobilität und dem Klimaplan, der bis 2030 verfolgt wird. „Wir schaffen ein einheitliches System, das klar festlegt, unter welchen Voraussetzungen emissionsfreie Fahrzeuge in ganz Prag parken dürfen“, erklärte Jaromír Beránek, der für Verkehr zuständige Vizebürgermeister.
Zusätzlich zu den neuen Parkregelungen hat die Stadt Prag ein umfassendes Projekt zum Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge genehmigt. Insgesamt werden rund 1.500 neue öffentliche Ladepunkte geschaffen, um eine flächendeckende und verlässliche Ladeinfrastruktur für die wachsende Zahl von Elektrofahrzeugen zu gewährleisten. Die Gesamtinvestition für das Projekt beläuft sich auf 493 Millionen Kronen, wobei der Großteil der Finanzierung aus dem europäischen Förderprogramm „Verkehr 2021–2027“ stammen wird.
Die neuen Ladepunkte, die eine Leistung von bis zu 22 kW bieten, sollen in den Jahren 2026 und 2027 in verschiedenen Stadtteilen eingerichtet werden, einschließlich Wohnsiedlungen sowie öffentlichen Parkflächen vom Typ P+R. Ziel ist es, praktische Lademöglichkeiten direkt im urbanen Raum zu schaffen und somit den Nutzern von Elektrofahrzeugen einen unkomplizierten Zugang zu ermöglichen.
Alle neuen Ladestationen werden rund um die Uhr öffentlich zugänglich sein und moderne Bezahlmöglichkeiten anbieten. Dazu zählen unter anderem die Kartenzahlung per QR-Code, Chipkarten und Roaming-Lösungen. Ein intelligentes Lastmanagement wird dafür sorgen, dass die Stromversorgung effizient genutzt wird, um Überlastungen des Stromnetzes zu vermeiden und die verfügbare Leistung je nach Bedarf der Anschlussfahrzeuge und der freien Netzkapazitäten verteilt wird.