Weinprinzessin Janine Merkel, deren Streit mit dem sächsischen Weinbauverband beigelegt schien, äußerte sich noch einmal zu diesem Thema. "Während ich die persönliche Entschuldigung des Weinbauverbands wohlwollend am 4. August 2025 zur Kenntnis und kurz danach auch persönlich entgegengenommen habe, nehme ich die öffentliche Entschuldigung in ihrer jetzigen Form nicht an", teilte sie am Dienstag mit.
Längst gehe es hier aber nicht mehr nur um sie. Mit der Absage der Wahl betreffe diese Situation das Ehrenamt der Weinhoheiten insgesamt. Dieses Amt sei wichtig, weil es ein verbindendes, inspirierendes Element zwischen Weinbau, Kultur und unserer Gesellschaft darstellt. "Es kann Brückenbauer sein, Impulsgeber, Kulturgut – wenn wir es mit Leben füllen, mit Offenheit, Kreativität und Mut. Wenn wir diese Chance nicht nutzen, riskieren wir, ein Stück Identität und ein wichtiges Bindeglied zu verlieren."