Im Fall um die schwere Körperverletzung der ehemaligen sächsischen Weinprinzessin Kati H. steht das Urteil noch aus. Der Prozess vor dem Landgericht Dresden zieht sich bereits über fünf Verhandlungstage. Die Vorfälle in jener Nacht vor vier Jahren bleiben umstritten, mit zwei widersprüchlichen Darstellungen, die von den Beteiligten vorgetragen wurden.
Am Abend des 23. Januar 2021 ging um 23.41 Uhr ein Notruf ein, der auf eine Frau mit schweren Brandverletzungen hinwies. Die Rettungssanitäterin, die als Zeugin geladen wurde, erinnert sich an die Szene: Eine nahezu unbekleidete, in nasse Handtücher gehüllte Frau lag im Bad und schrie vor Schmerz um Hilfe. Der Angeklagte sei erst bemerkt worden, als die Polizei im Haus nach ihm suchte.
Mike A., ein Fernfahrer, muss sich seit dem 6. März vor Gericht verantworten. Er wird beschuldigt, im Streit die damalige Weinprinzessin mit Ethanol übergossen und angezündet zu haben. Er selbst bestreitet dies und gibt an, Kati H. habe sich selbst mit Ethanol übergossen und bei entzündeter Zigarette versehentlich in Brand gesetzt.