Silvester hat es auch im Landkreis Meißen wieder geknallt und geböllert, als gebe es kein Morgen mehr. Viele finden das toll, und halten an der Tradition fest. Andere sorgen sich um ihre Haustiere oder sehen darin eine reine Geldverschwendung. Die Meißner CDU-Landtagsabgeordnete Daniela Kuge nimmt das zum Anlass, über Social Media eine Frage zur Diskussion aufzuwerfen: Wer böllert, kann auch Wehrdienst?
Immerhin erhielt sie darauf bis Freitagmittag 124 Kommentare. Das eine habe mit dem anderen nichts zu tun, so Jens Hoffmann. Er war drei Jahre freiwillig bei der NVA und habe nichts im Sinn mit Böllern oder Böller kaufen. Außerdem könne er sich Böller nicht leisten mit seiner kleinen EU-Rente. Da schaue er lieber hinterm Fenster an, wie seine neuen Nachbarn draußen sehr lange böllern. Der AfD-Stadtrat Rene Jurisch sieht es ähnlich: "Dämlicher Vergleich." Nancy Zarske sieht das differenzierter: "In diesen schwierigen Zeiten ist der Wehrdienst mit einem anderen Auge zu betrachten. Stell dir vor, es ist Krieg und keiner geht hin. Übrigens, mein Sohn will seit 10 Jahren Berufssoldat werden, was ich ihm aber ständig auszureden versuche, weil ich ihn nicht in einer Holzkiste zurückbekommen möchte, ich stoße da leider auf taube Ohren. Bedauerlicherweise ist die Bundeswehr sehr eingebildet und hochnäsig gegenüber jungen Männern, die früher mal nicht so fleißig in der Schule waren. Er somit keine Chance bekommt. Vielleicht sollte man da auf den Willen schauen und nicht auf ein bescheidenes Schulabgangszeugnis."