Der Wirbel geht weiter. Die Streichung von zahlreichen ICE-/IC-Halten am Haltepunkt Riesa ab dem Fahrplanwechsel am 15. Dezember beschäftigt bereits seit vielen Monaten große Teile der Gesellschaft.
Auch der Meißner Kreistag hatte das Thema in seiner Sitzung am vorigen Donnerstag auf der Tagesordnung. Einstimmig versammelten sich Landrat Ralf Hänsel und alle Fraktionen/Gruppierungen hinter einer Resolution zum Erhalt der ICE-Halte in Riesa und fordern die Entscheidungsträger auf, diese Maßnahme zurückzunehmen und die ICE-/IC-Halte uneingeschränkt beizubehalten bzw. wieder in den Fahrplan aufzunehmen.
Die Kappung der Halte habe dabei nicht nur regionale Auswirkungen im Landkreis Meißen, sondern treffe überregional auch Teile des Landkreises Mittelsachsens und die Bewohnerinnen und Bewohner Südbrandenburgs. Die Große Kreisstadt Riesa müsse als uneingeschränkt wichtiger Industriestandort und Verkehrsknotenpunkt für die Fernverkehrsstrecken zwischen Dresden und Frankfurt und Chemnitz und Berlin gestärkt werden. Die Maßnahme gefährdet nicht nur die Unternehmen im Landkreis Meißen, sondern auch die medizinische Krankenhausversorgung sowie den Standort Riesa der Dualen Hochschule Sachsen.