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Domkantor Thorsten Göbel verlässt Meißen in Richtung Norden

Ein Scheck von Daniela Kuge für den Domkantor Thorsten Göbel. Foto: privat
Ein Scheck von Daniela Kuge für den Domkantor Thorsten Göbel. Foto: privat

Anlässlich des 50. Geburtstags der Meißner Landtagsabgeordneten Daniela Kuge kamen Spenden von rund 4.000 Euro für eine neue Orgelanlage im Dom zu Meißen zusammen.

Er kam vor gut sechs Jahren, jetzt geht er wieder. Der Meißner Domkantor Thorsten Göbel verlässt Mitte Januar die Stadt. Das teilte er anlässlich einer Spendenübergabe für die neue Domorgel am Freitag in Meißen mit. Er wechselt als Landeskirchenmusikdirektor in die Landeskirche Braunschweig und wird zugleich Kantor in der Klosterkirche Riddagshausen. Das Kloster Riddagshausen ist eine ehemalige Zisterzienser-Abtei in Braunschweig. Auf die neue Aufgabe freue er sich sehr, sagte er. Göbel wurde 1976 in Wiesbaden geboren. 

Im Meißner Dom wurden fast 4.000 Euro für eine neue Domorgel übergeben. Das Geld wurde zum 50. Geburtstag der CDU-Landtagsabgeordneten Daniela Kuge Ende Juni gesammelt. Kuge hofft jetzt, dass mit dem neuen Geld das Projekt recht schnell in die nächste Etappe gehen kann.

Die neue Orgelanlage soll bis 2029 fertiggestellt werden. Die Grundidee sieht den Aufbau einer Anlage aus insgesamt fünf Instrumenten im Dom vor: drei neu gebaute Orgeln, die bestehende Lettner-Orgel sowie ein Glockenspiel im Heiliggeist-Loch/Himmelsloch. Alle Instrumente sollen von einem zentralen, ebenerdigen Spieltisch ansteuerbar sein, um eine klangliche Vielfalt im Raum zu erreichen, die den Dom zu Meißen zu einem herausragenden Klangraum prägen wird.

Die geplanten Neubauten umfassen eine neue Orgel auf der Westempore mit 31 Registern, eine Orgel im basilikalen Joch im Langhaus (ca. 18 Register) im zeitgenössischen Design und eine Altarorgel hinter dem Hochaltar (11 Register), die sowohl für spezielle Klangeffekte als auch für die musikalische Ausstattung der Gottesdienste im Hohen Chor dient. Zusätzlich wird ein neues Glockenspiel mit 41 Bronze-Halbschalen im Dachgeschoss installiert, das elektrisch durch das Heiliggeist-Loch in das Langhaus heruntergelassen werden kann.

Die Finanzierung und der Zeitplan sehen geplante Gesamtkosten der neuen Orgelanlage von ca. drei Millionen Euro vor, wobei der Eigenanteil des Hochstifts Meißen etwa 500.000 Euro beträgt, der durch Spenden und Orgelpfeifen-Patenschaften aufgebracht werden soll. Der Rest von 83 Prozent wird beim Bund und dem Freistaat Sachsen beantragt. Der Baubeginn ist voraussichtlich für 2027 geplant, und die Fertigstellung soll bis zum Jahr 2029 anlässlich des Jubiläums von 1.100 Jahren Meißen erfolgen. Die beteiligten Orgelbauer sind die Jehmlich Orgelbau Dresden GmbH und Weimbs Orgelbau GmbH, die das Ausschreibungs- und Wettbewerbsverfahren 2021/22 für sich entschieden haben.

Unterstützt von:

Privatbrauerei Schwerter Meißen GmbH