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Der Kreis Meißen schiebt drei Millionen Überstunden

Der Kreis Meißen schiebt drei Millionen Überstunden
Die Stunden im Job lassen sich nicht wie ein Gummiband ziehen, sagt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Foto: NGG/Tobias Seifert
Von: Meißen News
Die NGG Dresden-Chemnitz warnt vor den Folgen der Abschaffung des Acht-Stunden-Tags und fordert Bundestagsabgeordnete auf, gegen solche Pläne zu stimmen.

Die NGG Dresden-Chemnitz warnt vor alarmierenden Entwicklungen im Kreis Meißen: Beschäftigte haben im vergangenen Jahr rund 3 Millionen Überstunden geleistet, darunter 1,5 Millionen ohne Bezahlung. Besonders betroffen sind Hotels und Gastronomie, wo die Hälfte der Überstunden unbezahlt bleibt.

Die Gewerkschaft kritisiert die Pläne der Bundesregierung, den 8-Stunden-Tag abzuschaffen. Arbeitgeber könnten dann noch längere Arbeitszeiten verlangen, was die Gesundheitsrisiken für Arbeitnehmer erhöhen und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschweren würde.

NGG-Geschäftsführer Thomas Lißner appelliert an die Bundestagsabgeordneten, sich gegen eine solche Reform einzusetzen. Der Fachkräftemangel erfordert nicht nur längere Arbeitszeiten, sondern vor allem gute Arbeitsbedingungen und planbare Zeiten für Familien. Außerdem ersetzten 10- oder 12-Stunden-Tage keine fehlenden Fachkräfte. „Gute Arbeitsbedingungen, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, systematische Qualifizierung und mehr Ausbildung. Das sind die richtigen Hebel für mehr Fachkräfte. Verschiebereien bei der Arbeitszeit sind nichts anderes als das Löcherstopfen bei einer zu dünnen Personaldecke“, so Thomas Lißner.

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