Im ostsächsischen Handwerk haben mehr Frauen und Männer eine Ausbildung begonnen als noch vor einem Jahr. Im Vergleich zu 2024r ist die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge um 3,2 Prozent gestiegen. das teilte die Handwerkskammer am Freitag mit.
Zu Beginn des neuen Ausbildungsjahres haben sich insgesamt 451 Frauen und 1.607 Männer für eine Karriere im Handwerk entschieden und einen Ausbildungsvertrag bei einem Handwerksbetrieb im Kammerbezirk Dresden unterschrieben. Diese 2.058 neuen Lehrverträge (Stand 29. August) bedeuten ein Plus von 64 Lehrverträgen gegenüber dem August des Vorjahres. Somit wächst die Anzahl der Auszubildenden im regionalen Handwerk kontinuierlich seit fünf Jahren. Zum Vergleich: Im Jahr 2021 waren Ende August 1.746 Frauen und Männer in eine Ausbildung im Handwerk gestartet.
„Diese Ausbildungszahlen unterstreichen die sehr hohe Attraktivität einer Ausbildung im Handwerk für jungen Menschen und zugleich auch die große Bereitschaft der Handwerksunternehmen auszubilden“, sagt Andreas Brzezinski, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Dresden. Zugleich hebt er hervor, dass die Rahmenbedingungen für die duale Ausbildung im Freistaat gestärkt werden müssen: „Das Handwerk ist auf eine stabile, erreichbare und qualitativ hochwertige Berufsschullandschaft angewiesen – in der Stadt wie auf dem Land.“ Dazu gehört nach Ansicht der Handwerkskammer Dresden, dass Berufsschulstandorte mit einem Planungshorizont von mindestens zehn Jahren festgeschrieben werden. Nachweisbare Fehlentwicklungen aufgrund der geltenden Schulnetzplanung sollten korrigiert werden.
Hintergrund zur Ausbildung im Handwerk in Ostsachsen: In mehr als 80 Berufen – von A wie Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik bis Z wie Zimmerer – bilden die Handwerksbetriebe in der Region aus. Die beliebtesten Berufe im Handwerk in Ostsachsen sind (nach Zahl der neuabgeschlossenen Lehrverträge sortiert): Kraftfahrzeugmechatroniker (330 neue Lehrverträge), Elektroniker (162), Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (161), Tischler (99), Fachverkäufer im Lebensmittelhandwerk (96), Friseur (85), Maler und Lackierer (80) sowie Dachdecker (77).