Die Stadt Meißen profitiert auch in der Förderperiode 2021-2027 wieder von Mitteln der Europäischen Union (EFRE), kofinanziert vom Freistaat Sachsen. Der Fokus der Förderung bis zum Jahr 2027 liegt auf dem Stadtteil Niederfähre/Vorbrücke, der dadurch einen Entwicklungsschub erfahren soll. Das teilte die Stadt Meißen mit.
Die EU und der Freistaat Sachsen stellen gemeinsam Fördermittel in Höhe von 6,5 Millionen Euro für elf Einzelprojekte in der Niederfähre zur Verfügung. Ein großer Teil dieser Vorhaben wird aktuell bereits umgesetzt oder befindet sich kurz vor dem Baubeginn. Vom aktuellen Entwicklungsstand der EFRE-Projekte der Stadt Meißen überzeugte sich dieser Tage eine kleine Delegation des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL) und folgte neuen Wegen rechts der Elbe.
Oberbürgermeister Markus Renner begrüßte Jessica Theuner (Referentin EFRE) und Thomas Gerlach (Sachbearbeiter EFRE) im Foyer des S-Bahnhofes Meißen. Im März beginnt hier die Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes, die eine Neuordnung der Flächen, eine übersichtlichere Gestaltung der Verkehrsführung sowie die Schaffung von Grün- und Aufenthaltsflächen vorsieht. Zweite Station war die Pestalozzi-Oberschule, wo die EFRE-Fördermittel in die Sanierung und Erweiterung des Nebengebäudes fließen sollen. In diesem Teil der Schule befinden sich unter anderem die Mensa und die GTA-Räume. Die Sanierung wird wesentlich dazu beitragen, die Bedingungen für die Ganztagsbetreuung zu verbessern.
Anschließend informierten sich die Gäste zu den Plänen für die Umgestaltung der Zscheilaer Straße. In diesem sehr umfangreichen Projekt werden die Bereiche zwischen Kreuzung Hafenstraße und Kreuzung Niederfährer Straße sowie in der Vorbrücker Straße zwischen Zscheilaer Straße und dem Hofeingang zum Gymnasium Franziskaneum umgestaltet und aufgewertet. Nach der Umgestaltung des öffentlichen Verkehrsraums zu einer verkehrsberuhigten Mischverkehrsfläche und der Verringerung des aktuell herrschenden Verkehrschaos aus Elterntaxis, Fuß- und Radverkehr werden die Schülerinnen und Schüler der Freien Werkschule und des Gymnasiums Franziskaneum wesentlich sicherer durch den Verkehr unterwegs sein.
Die letzte Station des Arbeitsbesuches war das Sportareal im Heiligen Grund, wo derzeit eine Vielzahl an Maßnahmen im Gange ist. Die energetische Sanierung des Stadiongebäudes hat bereits begonnen und wird Ende 2026 abgeschlossen sein. Sie ist der erste Bauabschnitt im Gesamtsanierungskonzept für das Gebäude. Die anschließenden Vorhaben etwa zur barrierefreien Zugänglichkeit und zur Sanierung der Tribünenüberdachung werden über die Städtebauförderung finanziert und sollen dafür sorgen, das Gebäude noch viele weitere Jahre als Sportstützpunkt zu erhalten.
Ebenfalls auf dem Gelände des Heiligen Grundes befindet sich die alte Gewichtheberhalle, wo bis Juni 2027 Sanitäranlagen, Rettungswege und ein multifunktionaler Raum geschaffen werden. Durch die Maßnahme werden die Nutzungsbedingungen für die Halle erheblich verbessert und weiteren Nutzergruppen erschlossen. Von der Umgestaltung des Kleinsportfeldes zum Spiel- und Bewegungsareal konnten sich die Mitarbeiter des SMIL aufgrund der Witterung noch nicht überzeugen. Hier werden die Bauarbeiten im März beginnen und im Laufe des Jahres 2026 abgeschlossen.
Jessica Theuner und Thomas Gerlach zeigten sich sehr zufrieden mit dem Stand der einzelnen Vorhaben und freuen sich nach eigener Aussage schon darauf, Meißen im nächsten Jahr erneut zu besuchen und die fertiggestellten Projekte zu besichtigen.