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Theater der Jungen Welt: 75. Geburtstag mit einem Klassiker

Die Lichter von vorbeifahrenden Autos sind vor dem Theater der Jungen Welt in Leipzig zu sehen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Die Lichter von vorbeifahrenden Autos sind vor dem Theater der Jungen Welt in Leipzig zu sehen. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa

Das Theater der Jungen Welt in Leipzig feiert sein 75-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum wird ein Kreis geschlossen zum Anfang in der Nachkriegszeit.

Das Theater der Jungen Welt (TdJW) in Leipzig kehrt zu seinem 75-jährigen Bestehen zu seinen Anfängen zurück. Zum Geburtstag an diesem Sonntag hat eine Neubearbeitung von Erich Kästners «Emil und die Detektive» Premiere. Mit diesem Stück hatte das Theater am 7. November 1946 seine Arbeit aufgenommen. Das TdJW bezeichnet sich selbst als ältestes Kinder- und Jugendtheater in Deutschland.

Das Jubiläum zeige, welchen Stellenwert Kinder- und Jugendtheater in Leipzig über diese lange Zeit gehabt habe, sagte TdJW-Intendantin Winnie Karnofka. Das Theater sei in der Bürgerschaft angekommen und auch unter teilweise widrigen Bedingungen erhalten worden. Durch die Kunst habe auch die junge Generation eine Stimme, die immer wichtiger werde. Die 43-jährige Karnofka ist seit 2020 Intendantin des TdJW.

Im Vergleich zum klassischen Stadttheater habe ein Kinder- und Jugendtheater eine ganz andere Herangehensweise, sagte Karnofka. «Wir denken Kinder und Jugendliche von Stunde Null als Publikum mit.» Kunst um der Kunst willen könne man in diesem Bereich nicht machen, dann verliere man seine Zuschauer. Trotzdem könne man alles wagen - von Tanz über Puppentheater und Performance bis hin zu Elementen, die das Publikum einbeziehe. Das TdJW-Ensemble hat zwölf Mitglieder.

Für das Jubiläumsstück habe das Theater «Emil und die Detektive» modernisiert. Auf der Bühne werde es zwei Spieler und drei Videoleinwände geben, sagte Karnofka. Aktuelle Themen der jungen Generation würden mit hineingebracht, aber Kästners Freundschaftsthema bleibe die Basis des Stückes.

Über die Version von 1946 sei nicht mehr viel bekannt, sagte Karnofka. «Wir haben ein paar Fotos. Aber wir wissen nicht viel.» Eine Anekdote aus der Nachkriegszeit sei allerdings überliefert: «Es wurde mit Kohle bezahlt, um das Theater zu heizen.»

Quelle: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

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