Die Auswirkungen der Corona-Pandemie und die wirtschaftlichen Folgen des Ukraine-Krieges treffen auch Dresdens Stollenbäcker. Aktuell gebe es keinen Anlass zur Sorge, die benötigten Rohstoffe seien grundsätzlich verfügbar, sagte Andreas Wippler vom Schutzverband Dresdner Stollen der Deutschen Presse-Agentur. «Die Dinge, die wir für den Stollen brauchen, sind über die Einkaufsgenossenschaft organisiert.» Das Problem aber sei, dass die Preise dafür schon 20 bis teils 40 Prozent höher lägen.
Der Striezel, wie das berühmte und besonders gehaltvolle Traditionsgebäck nach alter Bezeichnung genannt wird, «wird teurer», sagt Elisabeth Kreuzkamm-Aumüller, Geschäftsführerin der Dresdner Backhaus GmbH. Preise für die Rohstoffe seien unter Vorbehalt, die Öfen bräuchten Energie, «die Verpackung kostet teilweise das Zwei- bis Dreifache wie sonst». Manche der Zutaten seien nur bedingt oder nicht lieferbar. Die aus der Dresdner Konditorei-Dynastie Kreuzkamm stammende Unternehmerin rechnet mit Einbußen im Stollengeschäft. «Wir gehen davon aus, dass es deutlich weniger sein wird als 2021.» Die Leute überlegten sich angesichts der allgemeinen Lage genau, was sie kaufen.