Die Grünen im Sächsischen Landtag möchten die Bedingungen für Freiwilligendienste verbessern. «Die Nachfrage nach Freiwilligendiensten in Sachsen ist ungebrochen hoch. Tausende Bewerbungen für das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) und das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) zeigen, dass viele jungen Menschen Verantwortung übernehmen und sich aktiv für unsere Gesellschaft engagieren wollen», erklärte die Abgeordnete Christin Melcher. Noch zu oft laufe das Engagement im Freistaat aber ins Leere.
Freiwilligendienst wichtig für Übergang in Ausbildung und Studium
Nach den Worten von Melcher übernehmen Freiwillige in den Diensten Woche für Woche in ganz Sachsen Verantwortung in ganz Sachsen. «Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag für den gesellschaftlichen Zusammenhalt, unterstützen Einrichtungen und bringen neue Perspektiven ein. Für viele jungen Menschen ist der Freiwilligendienst außerdem ein wichtiger Lern- und Orientierungsraum im Übergang von Schule in Ausbildung oder Studium.»
Grünen bringen Antrag zur Verbesserung der Lage ein
Die Grünen-Fraktion hat deshalb einen Antrag vorgelegt, mit dem die Rahmenbedingungen für Freiwilligendienste in Sachsen spürbar verbessert werden sollen. Die Fraktion fordert unter anderem, das Taschengeld so auszugestalten, dass sich alle jungen Menschen den Dienst auch leisten können. Er dürfe keine Frage des Geldbeutels sein. Sie benötigten für ihre Arbeit ein ermäßigtes Deutschlandticket.
Förderung soll mit Kostenentwicklung Schritt halten.
«Freiwilligendienste müssen bildungspolitisch stärker anerkannt werden: Die im Freiwilligendienst erworbenen Kompetenzen sollen etwa beim Erwerb der Fachhochschulreife oder in sozialen Ausbildungsberufen helfen», lautet eine weitere Forderung. Zudem müsse die Förderung mit der Kostenentwicklung Schritt halten. Förderpauschalen gelte es regelmäßig anzupassen, damit Träger und Einsatzstellen ausreichend Plätze für Freiwillige anbieten können. Ende April wollen die Grünen ihren Antrag auf einer öffentlichen Anhörung beraten.