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«Al-Bakr»-Kommission sieht Fehler und Regelverletzungen

25.01.2017 von

Die zum Fall des terrorverdächtigen Dschaber al-Bakr eingesetzte Expertenkommission hat in ihrem Abschlussbericht Polizei und Justizvollzug eine «ganze Reihe Fehler und Regelverletzungen» attestiert. Diese seien jedoch an keiner Stelle wider besseren Wissens erfolgt, hieß es am Dienstag.

«Zum Teil sind die Fehler auf erhebliche Anspannung in einer brisanten Lage, eine massive Belastung über viele Stunden hinweg und auch auf eine offenkundig erhebliche Verunsicherung des Personals in Polizei und Justiz im Umgang mit islamistischen Gewalttätern zurückzuführen, gepaart mit kultureller Fremdheit und Sprachbarrieren», hieß es in dem Bericht. Zudem sei es der bundesweit erste Zugriff auf einen potenziellen islamistischen Selbstmordattentäter - mutmaßlich mit Sprengstoffweste ausgestattet - gewesen.

Der Bericht basiert den Angaben zufolge auf der Auswertung zahlreicher Behördenakten sowie auf 97 Gesprächen mit Personen, die auf unterschiedlichen Ebenen mit dem Fall befasst waren. Er beleuchtet die Umstände der Anfang Oktober zunächst in Chemnitz missglückten Festnahme des 22-jährigen Syrers und dessen späteren Suizid in der JVA Leipzig.

Inhalt: dpa - Deutsche Presse-Agentur GmbH

Bilder: dpa / Sebastian Willnow

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