loading

Dein Sachsen lädt...

Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Immer mehr Fälle von Liebesbetrug in Sachsen

Bildquelle: vickygharat / pixabay.com
Bildquelle: vickygharat / pixabay.com

Die Zahl der betrügerischen Handlungen beim Online-Dating nimmt drastisch zu. Hauptsächlich verantwortlich für diesen Trend sind die sogenannten Scammer.

Immer mehr Menschen nutzen das Internet, um Kontakte in alle Welt zu knüpfen. Das gilt auch für Menschen, die auf Partnersuche sind. Online-Dating hat nie zuvor erreichte Ausmaße angenommen.

Aber es gibt auch eine Kehrseite der Medaille: Die Zahl der betrügerischen Handlungen beim Online-Dating nimmt drastisch zu. Hauptsächlich verantwortlich für diesen Trend sind die sogenannten Scammer. So heißen Liebesbetrüger, die mit falschen Profilen vornehmlich auf der Jagd nach weiblichen Opfern im Internet sind. Zwar gibt es auch männliche Opfer, die sich in die Falle locken lassen, doch die Zahl der betroffenen Frauen ist ungleich höher.

Diese Form des Betrugs hat derartige Ausmaße angenommen, dass es inzwischen sogar Portale im Internet gibt, die nichts anderes machen, als vor diesen Betrügern zu warnen. Im DACH-Raum hat sich das Portal Romantikbetrug.com etabliert, das seit Jahren auf die Machenschaften der meist afrikanischen Täter hinweist und zahlreiche gängige Betrugsmaschen auflistet.

Nach einer Partnerschaft suchende Frauen geraten in die Fänge von Betrügern

Rein theoretisch kann eine Frau überall im Netz auf einen Betrüger treffen. Nicht nur Dating-Seiten oder Singleportale sind durchsetzt von den Scammern. Selbst auf Seiten zur Wohnungssuche, Kleinanzeigen oder beruflichen Netzwerken tummeln sich zahllose Betrüger.

Die Experten von Romatikbetrug.com warnen ausdrücklich davor, an Fremde aus dem Internet Geld zu schicken. So etwas ist fast immer nur Betrug. Die Zahl der verzeichneten Fälle in Sachsen ist extrem hoch – und das trotz einer enormen Dunkelziffer.

Dabei schreiben die Männer die Frauen scheinbar wahllos an und versuchen diesen dann geschickt zu bezirzen. Alles fängt ganz harmlos an. Auf irgendeiner Webseite entspannt sich ein Dialog zwischen einer Frau und einem Mann aus dem Ausland. Sie kennt von ihm nur das Internet-Profil und er schreibt ihr am Anfang ganz harmlose Dinge.

Schon nach kurzer Zeit häufen sich die Nachrichten. Diese werden persönlicher und mit der Zeit sogar intim. Er eröffnet ihr, dass er sich unsterblich in sie verliebt habe und sich eine gemeinsame Zukunft mit ihr wünscht. Wehrt sie diese Anmache nicht rigoros ab, hängt sie schon am Haken.

Er bittet die Frau um Hilfe und sie verliert ihr Gespartes

Schnell geht er dazu über, eine angebliche gemeinsame Zukunft mit ihr zu planen. Was sich zunächst so verlockend anhört, ist aber Teil des Betruges. Die Frau ahnt nicht, dass der attraktive Mann auf den schönen Profilfotos in Wirklichkeit gar nicht derjenige ist, als der er sich ausgibt. Die Fotos sind gestohlen, die Identität frei erfunden und die Lebensgeschichte oft dramatisch. Sehr oft ist er angeblich Witwer mit einem Kind im Internat und hat keine Verwandten.

Eines Tages kommt es dann dazu, dass er die Frau um Hilfe bittet. Er ist unverschuldet in eine Notsituation geraten. Sein Konto wurde gesperrt oder seine Kreditkarte gestohlen und er muss dringend eine Zahlung leisten.

Dann bittet er die Frau um Hilfe. Natürlich will er das Geld nicht geschenkt. Nein, es ist nur geliehen und sie bekommt natürlich alles zurück versichert er ihr. Weil er so alleine auf der Welt ist, hat er niemand anderen, den er um Hilfe bitten könnte. Sie möge ihm vertrauen, denn letztlich sei alles nur im Sinne der gemeinsamen Zukunft.

Das Geld braucht er aus verschiedenen Gründen. Beliebt sind:

•    Steuerzahlungen
•    Zollgebühren
•    Ersatzteillieferungen
•    Krankenhauskosten

Geht die Frau auf sein Ansinnen ein, erklärt er ihr, wie sie das Geld schicken soll. Das geht niemals an ihn direkt. Das ginge auch gar nicht, weil es den Menschen mit diesem Namen auch gar nicht gibt. Vielmehr bittet er um Zahlung

•    per Bitcoin
•    per Überweisung auf ein fremdes Konto
•    per Moneygram in ein fremdes Land an einen angeblichen Agenten

Egal wohin die Frau das Geld schickt – es ist unwiederbringlich verloren. Sie sieht es niemals wieder. Im Gegenteil: hat sie einmal bezahlt, kommen immer neue Forderungen.

Darum raten die Experten dringend davon ab, Geld an Internetbekanntschaften zu schicken.