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Veröffentlicht mit publizer in Sachsen

Wohnungspolitik in Dresden weiterhin Thema

Bildquelle: Peggychoucair / pixabay.com
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In Dresden kämpft man bereits seit Jahren gegen ansteigende Mieten. Man fordert nun die Bremsung der Mieterhöhungen und zum anderen den Neubau von Wohnungen.

Die Wohnungspolitik in Deutschland ist seit nunmehr mehreren Jahren ein akutes Thema in der Bevölkerung sowie in der Politik. Vor allem in Sachsen scheint es nun ein wenig vorwärtszugehen. In Dresden kämpft man bereits viele Jahre gegen die rapide ansteigenden Mieten. Studien zu den Mietverhältnissen zeigen auf, dass die Mieten seit 2005 bis heute um knapp 50 Prozent angestiegen sind. Vielerorts geht man davon aus, dass viele Dresdener bereits über 30 Prozent ihres Gehalts rein für die Miete zurücklegen müssen. Die Mietspiegeltabelle in Dresden zeigt eindeutig auf, dass der Mietspiegel in Dresden um einiges höher ist als der sächsische Schnitt. Bei Vier-Zimmer-Wohnungen sogar fast 2 Euro pro Quadratmeter. Nun fordern SPD-Politiker klare Regeln gegen die immer noch rasant ansteigenden Mieten. Die sächsische SPD hat sich jüngst in Persona Rasha Nasr und Holger Mann zu Wort gemeldet. Man fordere zum einen die Bremsung der Mieterhöhungen und zum anderen den Neubau von Wohnungen. Beide Politiker bewerben sich derzeit für einen Sitz im Bundestag.

Klare Regeln bei den steigenden Mieten in Dresden


Laut den SPD-Politikern Nasr und Mann sei es bei den steigenden Mieten derzeit so akut, dass die Problematik bereits weit in die Mittelschicht hineinrage. Studien, die zeigen, dass oftmals 30 Prozent des Einkommens rein in die Miete fließen, sprechen Bände. Vor allem sind Familien betroffen, die bei der Wohnungssuche in Dresden kaum noch bezahlbare Wohnungen finden. Das Leben in Dresden ist so teuer wie noch nie geworden. Gerade größere Wohnungen ab vier Zimmern sind im Verhältnis zu Gesamt-Sachsen extrem kostspielig geworden. Familien oder Einzelpersonen, die einen Umzug aus bestimmten Gründen forcieren müssen, stehen oftmals vor großen Sorgen, ein neues und somit teureres Mietverhältnis eingehen zu müssen.

Hohe Mieten eigentlich untypisch für Ostdeutschland


Laut SPD-Politikerin Rasha Nasr sind die hohen Mieten in Dresden eher untypisch und lange Zeit kein Thema in Ostdeutschland gewesen. Trotz des hohen Schnitts für Dresdener Verhältnisse schneidet dieser im deutschlandweiten Vergleich noch relativ niedrig ab. Trotzdem wolle man auf Seiten der Sozialdemokraten keine westdeutschen Verhältnisse in Dresden, was die Wohnungspolitik betrifft. In Dresden sowie in Sachsen per se treffen die steigenden Mieten ungerechterweise auf das niedrige ostdeutsche Einkommen und eine zunehmende Altersarmut. Aus diesem Grund sieht es Nasr als ihre Aufgabe, diese beginnenden Missstände anzuprangern. Weiter fordert sie, um Zeit zu gewinnen, ein befristetes Mietenmoratorium. Somit sollen Mieten nur im Rahmen der Inflationsrate angepasst werden dürfen.

Ferner schwebt auch die Befürchtung einer Immobilienblase seit einigen Jahren im Raum. Gerade die Immobilien in Dresden zeigen auf, wie rasant es zu Preissteigerungen kommen kann. Schon jetzt gibt es viele Experten im Bereich Wirtschaft, die eine Überbewertung von Immobilien, gerade in Großstädten, sehen. Das Gefälle wird im Vergleich Ost-West anhand einiger Beispiel sogar mehr als deutlich. So beträgt der durchschnittliche Mietpreis für einen Quadratmeter in München knapp 20 Euro, wohingegen man in Chemnitz lediglich 5 Euro zahlt. In Dresden hat sich über die Jahre ebenfalls viel getan, so dass man sich beim Durchschnittsmietpreis bei ca. 8 Euro eingependelt hat.

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