In den letzten Jahren kannten die Preise für Eigentumswohnungen nur eine Richtung – nach oben. Steigende Grundstückspreise, höhere Material- und Handwerkerkosten und eine durch das niedrige Zinsniveau gestiegene Nachfrage, haben die Wohnungspreise in zum Teil ungesunde Höhen schnellen lassen.
Aufgrund der niedrigen Zinsen konnte sich fast jeder, der einen Job hatte, eine Eigentumswohnung leisten. Die monatlichen Belastungen waren fast genauso hoch, wie die Mietbelastung für eine vergleichbare Wohnung. Doch jetzt dürfte sich die Spreu vom Weizen trennen. Für viele, die vor 7 oder 8 Jahren in den Tiefphasen günstig finanziert haben, läuft in den nächsten zwei, drei Jahren die Zinsbindung aus. Das bedeutet, dass die Restschuld, die häufig noch ganz erheblich ist, da in den ersten Jahren eher Zinsen gezahlt werden und wenig getilgt wird, weiter finanziert werden muss. Nur eben zu viel höheren Zinsen als damals. Das wiederum kann dazu führen, dass einige sich ihre Wohnung nicht mehr leisten können, weil es schon damals Spitz auf Knopf kalkuliert war.
