Das Interesse an den meisten empfohlenen Schutzimpfungen in Sachsen ist erneut gesunken. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Antwort auf eine Kleine Anfrage der Linken im Sächsischen Landtag. Sie betrifft Vergleichszahlen aus den Jahren 2017 bis 2022; Daten von 2023 liegen noch nicht vor, hieß es. Über die Impfmüdigkeit hatte am Freitag bereits die «Leipziger Volkszeitung» mit Verweis auf die Anfrage der Linken berichtet.
Nach einer Statistik des Sozialministeriums ging die Nachfrage nach Impfungen unter anderem gegen Rotaviren, Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Pneumokokken, Windpocken, Maser-Mumps-Röteln und Influenza (Grippe) zurück. So nahm die Zahl der Impfungen gegen Hepatitis B von 2017 bis 2022 um 40,5 Prozent ab, bei Tetanus um 27 Prozent und bei Keuchhusten um 25 Prozent.
Einen klaren Aufwärtstrend gab es lediglich bei Impfungen gegen Meningokokken. Impfzahlen gegen FSME und Humane Papillomviren (HPV) stiegen zuletzt wieder an, erreichten aber noch nicht das Niveau vergangener Jahre.