Ex-Boxweltmeister Henry Maske (55) denkt nach eigenen Worten gern an sein früheres Leben in DDR-Plattenbauten zurück. Vor allem das Hochhaus in Frankfurt (Oder), in dem er als junger Familienvater von 1984 an lebte, habe er als Volltreffer empfunden: «Als ich da eingezogen bin, dachte ich: «Wow, du hast es geschafft! Du hast genau das, was du wolltest. Du bist hier drin, du wirst nie wieder ausziehen.»» Maske erzählt von seinen Erfahrungen in der TV-Dokumentation «Mythos Plattenbau - Wohnträume aus Beton» aus der Reihe ZDF-History, die am kommenden Sonntag (3. März) um 23.45 Uhr ausgestrahlt werden soll.
Den Eltern Henry Maskes gelang es demnach bereits 1971, eine Wohnung im Neubau zu ergattern. Das galt damals als großer Glücksfall, schließlich lebten die meisten DDR-Bürger noch in Wohnverhältnissen wie in der Vorkriegszeit. «Ich bin zur Schule gegangen in einem Gebiet, in dem es ausschließlich Altbauten gab. Der Großteil meiner Klassenkameraden kam aus genau dieser Umgebung, und die hatten alle die Herausforderung, frühmorgens noch zu heizen. Es dauerte lange, bis es in den Altbauten warm wurde.»