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Volkswagen Sachsen will seine Elektroautos CO2 frei produzieren

07.02.2018 von

Volkswagen Sachsen will seinen ökologischen Fußabdruck massiv senken und noch mehr Wasserkraft und andere erneuerbare Energiequellen einsetzen. Elektroautos verbrauchen während der Fahrt kein CO2, dieses wird hauptsächlich in der Produktion der Elektroautos und teilweise auch bei der Energieerzeugung ausgestoßen.

Volkswagen Sachsen hat angekündigt, seinen ökologischen Fußabdruck zu senken.

Die Senkung soll unter anderem durch Naturstrom® aus Wasserkraft geschehen, die Standorte Dresden, Zwickau und Chemnitz beziehen die für die Produktion notwendige elektrische Energie aus erneuerbaren Quellen. Volkswagen hat sich vorgenommen, den Einsatz von erneuerbarer Energien in der Fertigung zu erhöhen, so soll der ökologische Fußabdruck weiter verkleinert werden. Die Volkswagen Sachsen GmbH beliefert bereits seine drei Produktionsstandorte in Sachsen mit dem Strom der eigenen Energieversorger-Tochter VW Kraftwerk GmbH mit Volkswagen Naturstrom®, die Energie wird aus 100 Prozent regenerativen Stromquellen erzeugt. So will der Autohersteller das Ziel seines eigenen Umweltprogramms Think Blue. Factory erreichen, bis zum Jahr 2025 soll jedes Fahrzeug und Komponententeil 45 Prozent umweltfreundlicher als im Basisjahr 2010 produziert werden.

Bei dem Volkswagen Naturstrom® handelt es sich um TÜV-zertifizierten Ökostrom, der aus Wasserkraftwerken des Wiener Energieversorgers Verbund AG in Deutschland, Frankreich, Schweiz und Österreich stammt. Der Verbund arbeitet seit dem Jahr 2011 mit VW Kraftwerk, zwischenzeitlich wurde die Zusammenarbeit  bis Ende 2025 verlängert.

Das Elektroauto VW e-Golf wird ab 2018 am VW-Standort Dresden klimaneutral gebaut, die Stromversorgung ist durch Naturstrom® bereits CO2-frei, dadurch werden pro Jahr bereits  3.600 Tonnen CO2 einspart. Um mehr CO2 einzusparen, wird auch die Wärmeversorgung CO2-frei gestellt. Hierfür arbeitet VW Kraftwerk über einen Zeitraum von drei Jahren mit der South Pole Group (SPG), dem weltgrößten Entwickler von Klimaschutzprojekten zusammen: Die 400 Tonnen des Treibhausgases CO2, welche sonst jährlich bei der Wärmeerzeugung aus fossilen Brennstoffen in die Luft gelangen, werden durch CO2-Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen.

Um dies zu erreichen, kauft VW Kraftwerk Klimazertifikate nach Gold Standard®, die durch CO2-Gutschriften („carbon credits“) geförderter Nachhaltigkeitsprojekte von SPG entstehen – im Fall von Dresden durch limaprojekte in China und ein Aufforstungsprojekt in Brasilien. Die Stromversorgung des Motorenwerk Chemnitz wurde komplett auf Volkswagen Naturstrom® umgestellt, so werden pro Jahr 32.000 Tonnen CO2 eingespart.

Liendel Chang (Leiter Umwelt Produktion) sagt „Allein die Marke Volkswagen hat damit elf Standorte, die CO2-freien Strom aus erneuerbaren Quellen beziehen.“ Bei den Werken handelt es sich um die Standorte in Dresden, Chemnitz und Zwickau und um die Werke Anchieta, Taubaté, Curitiba, São Carlos in Brasilien, Bratislava und Martin in der Slowakei, Pamplona in Spanien und Polkowice in Polen.

Wenn später die Elektroautos ihren Strom aus regenerativen Energiequellen erhalten, weiß man, dass die Stromer wirklich CO2-neutral fahren.

Bild: Volkswagen PR / 
Text: Kai Domroese

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