Wann ist der Punkt erreicht, an dem mehr Elektrofahrzeuge gebaut werden als Verbrennungsfahrzeuge? Ab wann lohnt es sich, die Produktion ganz auf Elektromotoren umzustellen? Oder sollte besser in zwei Produktionsstraßen investiert werden: eine für Elektro- eine für Verbrennungsmotoren? Die Fragen sind für Zulieferer und Hersteller gleichermaßen von Bedeutung und beide müssen sich auf große Veränderungen einstellen.
Dass Elektromotoren deutlich weniger komplex sind als Verbrennungsmotoren ist bekannt. Kein Verbrennungsmotor bedeutet: keine Auspuffanlage, viele Kleinteile fallen weg, kein Tank, keine Benzinpumpe, etc.
Die Produktion eines Verbrennungsmotors mit bis zu 1.000 Teilen erfolgt in drei großen Schritten. Motorblock, Kurbeltrieb und Zylinderkopf werden aufwendig mechanisch bearbeitet und anschließend zusammengesetzt. Unzählige Kleinteile werden während der Montage verbaut. Beim Elektromotor sind es ungefähr 200 Teile und gibt es weder Motorblock noch Kurbelwelle oder Zylinderkopf.
Die Endmontage wäre weit weniger aufwendig und weit weniger Arbeiter würden benötigt. Jedoch sind andere Teile gefragt. Eine Batterie, ein Ladekabel oder ein Stromwandler müssen anstelle von Tank, Tankklappe oder Getriebe verbaut werden.