Das rote Riesenrad soll sich wieder drehen, Besucher könnten zwischen Baumwipfeln auf der alten Achterbahn spazieren oder im früheren Tassenkarussell einen Latte Macchiato genießen. Nach Jahren des Stillstands sind am Freitag erste Pläne für den einstigen DDR-Vergnügungspark im Berliner Plänterwald vorgestellt worden.
Umweltsenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) sagte bei einem Rundgang über das 23 Hektar große Areal an der Spree, es solle «ein Ort der Überraschungen, nicht der Events» werden, in dem Natur und Kultur gleichermaßen Platz hätten. 48 Millionen Euro aus verschiedenen Töpfen stehen laut Umweltverwaltung für die Wiederbelebung bereit.
«Der Spreepark ist Teil der Geschichte der Stadt», betonte die Senatorin. Einen Rummel wie früher werde es aber nicht wieder geben. Millionen von DDR-Bürgern pilgerten in den Stadtteil Treptow, um sich zu amüsieren. Der «Kulturpark Plänterwald» war der einzige große Vergnügungspark im Osten. Er war 1969 zum 20. Geburtstag der Republik eröffnet worden.