Laut einer im letzten Jahr von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) veröffentlichten Studie gibt es in Deutschland rund 230.000 Glücksspieler:innen mit einem als problematisch einzustufenden Spielverhalten. Hierzu zählen unter anderem Spieler:innen, die regelmäßig monatlich über 100 Euro für Glücksspiele ausgeben.
Menschen lieben das Spielen und als Hauptgründe dafür werden „der Wunsch nach Geldgewinn“ und das „Spaß haben wollen“ genannt. Rund 60 Prozent der Menschen gaben an Geld im Spiel verloren zu haben. Was jedoch im Umkehrschluss nicht heißt, dass 40 Prozent der Menschen mit einem Gewinn aus dem Spiel gegangen sind.
Immer beliebter werden Online-Glücksspiele und Online-Poker, diese sind in Deutschland faktisch noch illegal. Doch wo Nachfrage herrscht, gibt es auch ein Angebot - jedoch von Betreibern, die ihren Sitz im Ausland haben. Dieser Umstand soll sich nun ändern.
Nach jahrelanger Diskussion einigten sich die Bundesländer im Sommer 2020 darauf, den bisherigen Glücksspielstaatsvertrag zum 1. Juli 2021 zu ändern und Online-Casinos und Online-Pokern zu legalisieren. Damit ist die Zulässigkeit von Online-Glücksspielen in Deutschland geregelt. Wer zukünftig in Deutschland Online-Casinos oder Poker im Internet anbieten möchte, kann sich um eine Lizenz bewerben. Damit können Anbieter dann grundsätzlich legal operieren. Wer keine Lizenz hat, darf dagegen kein derartiges Angebot mehr an deutsche Spieler richten.