In Striesen entsteht in den kommenden Monaten ein neues Stück Stadtnatur: Die Stadt Dresden hat am Montag, 9. Februar 2026, mit der Renaturierung des Blasewitz‑Grunaer Landgrabens und dem Bau eines öffentlichen Spielplatzes begonnen. Für Anwohner bedeutet das zunächst Einschränkungen – langfristig soll jedoch ein attraktiver Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität entstehen.
Bis zur Jahresmitte kommt es im Bereich zwischen Schandauer Straße und Eibenstocker Straße zu Verkehrseinschränkungen. Auf der Fahrradstraße Glashütter Straße fallen zudem Parkplätze weg. Der Durchgangsverkehr für Anlieger und Radfahrer bleibt aber möglich.
Mehr Natur, mehr Lebensraum, mehr Aufenthaltsqualität
Mit der Renaturierung will die Stadt den Landgraben ökologisch aufwerten. Der Abschnitt wird zu einem Lebensraum für Fische, Insekten und andere Wasserorganismen entwickelt und fügt sich in weitere Hochwasserschutz‑ und Gewässerprojekte der Stadt ein. Entlang des Grabens entsteht ein neuer begleitender Weg, zusätzlich wird ein Zugang von der Schandauer Straße angelegt.
Parallel dazu entsteht zwischen Schandauer und Glashütter Straße ein neuer öffentlicher Spielplatz. Grundlage ist ein Vertrag zwischen der Landeshauptstadt und der USD Immobilien GmbH, die der Stadt eine 539 Quadratmeter große Fläche am Wohnquartier „Neue Tabakfabrik f6 Dresden“ übertragen hat.
Umweltbürgermeisterin Eva Jähnigen betont die Bedeutung des Projekts: „Die Blasewitzerinnen und Blasewitzer können sich bald auf einen wunderschönen öffentlichen Freiraum mit hoher Aufenthaltsqualität freuen. Sehr wahrscheinlich schon in diesem Sommer können Kinder auf dem Spielplatz herumtollen und unmittelbar daneben das Gewässer in seinem natürlichen Wirken erfahren.“
Spielplatz mit Naturbezug – gestaltet mit den Anwohnern
Der neue Spielplatz wurde gemeinsam mit Bewohnerinnen und Bewohnern des angrenzenden Quartiers entwickelt. Das Thema „Treibgut“ zieht sich durch die Gestaltung: Kanthölzer werden zu einer abwechslungsreichen Spiellandschaft arrangiert, ergänzt durch Picknick‑Bereiche und natürliche Materialien. Gepflanzt werden insektenfreundliche Gehölze und essbare Früchte. Die Planung stammt vom Dresdner Büro Rehwaldt Landschaftsarchitekten, die Umsetzung übernimmt die Firma OCS‑Kubisch GmbH.
Kosten und Zeitplan
Spielplatz und Gewässerabschnitt sollen im Juni 2026 fertig sein. Die Gesamtkosten liegen bei rund einer Million Euro.
- Naturnaher Umbau des Landgrabens: 693.000 Euro (davon 657.000 Euro Fördermittel des Freistaats Sachsen)
- Neuer Spielplatz: 305.000 Euro (vollständig finanziert durch die Stadt Dresden