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Kulturzentrum Scheune öffnet im August – Stadtteilhaus Johannstadt im Juni: Zwei neue Orte für Dresdens Stadtgesellschaft

Die Fassade der Scheune ist so gut wie fertig, derzeit läuft der Innenausbau und die Gestaltung der Außenanlangen. Foto: CdH
Die Fassade der Scheune ist so gut wie fertig, derzeit läuft der Innenausbau und die Gestaltung der Außenanlangen. Foto: CdH

Dresden investiert rund 20 Mio. Euro in zwei neue Orte: Das Stadtteilhaus Johannstadt öffnet am 12. Juni 2026 mit Beratungs-, Werkstatt- und Veranstaltungsräumen, die Scheune auf der Alaunstraße wird im August 2026 als nachhaltiges Kulturzentrum eröffnet. Beide Projekte sind BIM‑Pilotvorhaben und setzen auf Photovoltaik, Fassadenbegrünung, Barrierefreiheit sowie flexible Nutzungen.

Dresden bekommt 2026 zwei wichtige neue Orte für das soziale und kulturelle Leben: Das Kulturzentrum "Scheune" auf der Alaunstraße wird im August nach umfassendem Umbau wiedereröffnet, das Stadtteilhaus Johannstadt an der Pfeifferhannsstraße 11 öffnet bereits am 12. Juni seine Türen. Beide Projekte sind Pilotvorhaben für die BIM-Methode (Building Information Modeling) – die Stadt Dresden setzt damit auf digitale Gebäudeinformationen, um effizienter zu bauen und die Gebäude über den gesamten Lebenszyklus optimal zu verwalten.

Kulturzentrum Scheune: Nachhaltigkeit trifft Kreativität

Die Umbau- und Erweiterungsarbeiten an der Scheune laufen seit Oktober 2022 und werden im August 2026 abgeschlossen. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 9,5 Millionen Euro, gefördert durch die "FRL Stadtgrün, Lärm, Radon/2023" mit rund 390.000 Euro. Das Projekt setzt konsequent auf Nachhaltigkeit: Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach erzeugt Strom, die Fassadenbegrünung sorgt für besseres Mikroklima und Artenvielfalt, die Hofgestaltung wird multifunktional nutzbar.

Die Neugestaltung ermöglicht einen modernen und zeitgemäßen Kulturbetrieb in künstlerischer, sozialer und ökonomischer Hinsicht. Herzstück ist das "Open House"-Konzept: Verschiedene Nutzungsbereiche können getrennt oder zusammengeschaltet werden, je nach Veranstaltungsformat. Die Saalvergrößerung, zusätzliche Veranstaltungsbereiche und durchgängige Barrierefreiheit machen das Kulturzentrum flexibel nutzbar.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Koordinierung und Förderung der sächsischen Musik- und Kreativwirtschaft. Die Scheune Akademie und Graffiti-Projekte sind Teil des Konzepts. Der kleine Saal im Erdgeschoss erhält einen direkten Zugang von der begrünten Außenterrasse.

Stadtteilhaus Johannstadt: Begegnung, Beratung, Kreativität

Der Neubau des Stadtteilhauses Johannstadt wird am 12. Juni 2026 eröffnet. Mit Unterstützung von Städtebaufördermitteln aus den Programmen "Soziale Stadt" und "Sozialer Zusammenhalt" entstehen auf 10,45 Millionen Euro neue Begegnungs-, Beratungs- und Veranstaltungsräume für Vereine und Initiativen im Stadtteil.

Das moderne Gebäude in zurückhaltender Klinkerfassade bietet flexible Veranstaltungsräume, ein Café, Tanzräume, eine Vielzahl von Werkstätten und Kreativräumen, Büros sowie Beratungs- und Begegnungsräume. Ein besonderes Highlight ist die Dachterrasse mit Pergola, die im Sommer als zusätzlicher Veranstaltungsort genutzt werden kann.

Hier zieht bereits im Mai Leben ein, eröffnet wird das Stadtteilhaus Johannstadt dann am 12. Juni. Foto: CdH

Hauptmieter ist der Johannstädter Kulturtreff e.V., der das Haus mit Leben füllen wird. Als Daueruntermieter ziehen der Ausländerrat Dresden e.V., der Kindertreff "JoJo", der Stadtteilverein Johannstadt e.V. sowie die Lebenshilfe Dresden e.V. ein. Die Mischung aus Kultur, Integration, Kinder- und Jugendarbeit sowie Inklusion macht das Stadtteilhaus zu einem lebendigen Ort der Begegnung für alle Generationen und Bevölkerungsgruppen.

BIM-Methode: Digital planen, effizient bauen

Beide Projekte – Scheune und Stadtteilhaus – sind Pilotvorhaben für die BIM-Methode (Building Information Modeling). Dabei werden alle Gebäudeinformationen digital erfasst und über den gesamten Lebenszyklus – von der Planung über den Bau bis zum Betrieb – verfügbar gehalten. Das ermöglicht effizientere Planungsprozesse, bessere Kostenkontrolle und optimierte Instandhaltung. Dresden sammelt mit diesen Projekten wichtige Erfahrungen für künftige Bauvorhaben.

20 Millionen Euro Investition in Kultur und Stadtteilleben

Mit insgesamt rund 20 Millionen Euro Investition (9,5 Millionen für die Scheune, 10,45 Millionen für das Stadtteilhaus) setzt Dresden ein starkes Zeichen für Kultur und Stadtteilleben. Beide Gebäude wurden mit hohen Anforderungen an Nachhaltigkeit, Barrierefreiheit und Flexibilität geplant und umgesetzt.

Nach Jahren der provisorischen Nutzung oder des Bauens bekommen sowohl die Kulturszene in der Neustadt als auch die Stadtteilakteure in der Johannstadt endlich dauerhafte, moderne und gut ausgestattete Räume. Die Eröffnungen im Juni und August 2026 werden mit Spannung erwartet.

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