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Großprojekt in Dresden-Cotta startet: Mehr Platz, bessere Anschlüsse, weniger Lärm

Symbolbild Bahn-Baustelle / pixabay stux
Symbolbild Bahn-Baustelle / pixabay stux

In Dresden-Cotta beginnt ein umfangreiches Infrastrukturprojekt zur Verbesserung des Verkehrsknotens. Neue Brücke, Haltestellen und mehr Raum für alle Verkehrsteilnehmer sorgen für eine zukunftsfähige Anbindung in der Stadt.

In Dresden-Cotta beginnt ein wichtiges Infrastrukturprojekt für den Dresdner Westen. Die Deutsche Bahn, die Landeshauptstadt Dresden und die Dresdner Verkehrsbetriebe gestalten gemeinsam einen modernen Verkehrsknotenpunkt. Ziel ist es, Bahn, Straßenbahn, Auto-, Rad- und Fußverkehr besser zu verbinden und fit für die Zukunft zu machen.

Was wird gebaut?

Kern des Projekts ist der Neubau der Eisenbahnbrücke über die Hamburger Straße. Die alte Brücke war seit 2015 nur noch ein Provisorium. Nun entsteht ein moderner Stahlbetonbau, der breiter ist, höhere Zuggeschwindigkeiten erlaubt und unter der Brücke deutlich mehr Raum schafft – für Straßenbahn, Autos, Fahrräder und Fußgänger.

Direkt unter der Brücke wird eine neue Straßenbahnhaltestelle gebaut. Zusätzlich entsteht der neue, barrierefreie Haltepunkt Dresden-Cotta, der den Stadtteil künftig an die geplante S-Bahn-Linie S6 anbindet. Die Wege zwischen Bahn und Straßenbahn werden kürzer, Umstiege einfacher.

Parallel dazu wird die Hamburger Straße grundlegend umgebaut: sicherer für den Straßenverkehr, besser für Radfahrende und mit einem spürbaren Gewinn an Komfort.

Vorteile für alle Verkehrsteilnehmer

  • ÖPNV: bessere Anschlüsse, barrierefreie Zugänge, längere Bahnsteige für moderne Züge
    Straßenbahn: begradigte Gleise, höheres Tempo, weniger Verschleiß
    Radverkehr: wichtiger Lückenschluss im Radwegenetz
    Autoverkehr: mehr Platz, besserer Fahrkomfort auf der Bundesstraße B6
    Anwohner: zusätzlicher Lärmschutz durch neue Lärmschutzwände

Stimmen zum Projekt

  • Ulrich Mölke, Projektleiter der Deutschen Bahn, betont den Beitrag zur nachhaltigen Mobilität und die deutlich verbesserte Leistungsfähigkeit der gesamten Infrastruktur.
  • Dresdens Baubürgermeister Stephan Kühn hebt besonders den Nutzen für den Radverkehr, den Straßenkomfort für täglich rund 20.000 Fahrzeuge sowie den verbesserten Lärmschutz hervor.
  • Auch die Dresdner Verkehrsbetriebe sehen Vorteile: Durch die neue Gleisführung können künftig breitere Stadtbahnwagen eingesetzt und höhere Geschwindigkeiten erreicht werden.

Bauzeit und Einschränkungen

  • Die Hauptbauarbeiten laufen von Februar 2026 bis März 2029.
  • Zugverkehr: Im Februar 2026 wird die Strecke Dresden-Friedrichstadt – Cossebaude – Coswig für einen Monat gesperrt. Danach kann der Verkehr während der restlichen Bauzeit eingleisig weiterlaufen.
  • Straßenbahn: Die Durchfahrt unter der Brücke ist gesperrt, es wird eine Umleitung eingerichtet.
  • Autoverkehr: Die B6 bleibt weitgehend befahrbar, nur kurze Sperrungen sind nötig.
  • Fuß- und Radverkehr: Umleitung über den Elberadweg, der dauerhaft asphaltiert und beleuchtet wird.

Lärmintensive Arbeiten finden überwiegend tagsüber statt. Über besonders belastende Bauphasen werden die Anwohner frühzeitig informiert.
Aktuelle Informationen zum Zugverkehr gibt es unter bahn.de/bauarbeiten, Hinweise zum Nahverkehr unter www.vvo-online.de.

Die Projektpartner bitten alle Betroffenen um Verständnis – und danken für die Geduld auf dem Weg zu einem modernen Verkehrsknoten für Dresden-Cotta.

Unterstützt von:

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