Die Haushaltslage der Landeshauptstadt Dresden wird zunehmend besorgniserregend. Für das Jahr 2026 sind massive Kürzungen im Bereich der Kulturförderung sowohl bei den kommunalen Kultureinrichtungen als auch in der freien Kulturszene angekündigt. Viele etablierte Kulturorte, Vereine und Initiativen sehen sich dadurch in ihrer Existenz bedroht. In diesem Zusammenhang wird das Netzwerk Kultur Dresden eine stadtweite Petition ins Leben gerufen, um auf die dramatischen Folgen der angestrebten Streichungen hinzuweisen und den Stadtrat zu einem Umdenken zu bewegen.
Die Petition trägt den Titel „DRESDEN STREICHT WOVON ES LEBT“ und fordert die Dresdnerinnen und Dresdner auf, sich daran zu beteiligen. Die Kultur sei das Herzstück Dresdens, welches nicht nur von großen Institutionen, sondern auch von zahlreichen freien Initiativen und Projekten geprägt werde. Diese würden wesentlich zur kulturellen Teilhabe und zur demokratischen Lebendigkeit der Stadt beitragen, hieß es.
Die Unterzeichnenden rufen dazu auf, die geplanten Kürzungen der Freien Kulturszene sowie die drastischen Einschnitte bei kommunalen Einrichtungen zu stoppen. Die Bedeutung der freien Kultur wird hervorgehoben: Sie sichere professionelle Angebote, mobilisiere ehrenamtliches Engagement und fördere soziale Kontakte in den Stadtteilen. Kürzungen wären daher nicht nur eine Bedrohung für einzelne Projekte, sondern für die kulturelle Vielfalt insgesamt.