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Preis für Zivilcourage geht nach Sachsen und Brandenburg

Preis für Zivilcourage geht nach Sachsen und Brandenburg
Lea Rosh: «Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus begegnen uns wieder offen und mit einer Selbstverständlichkeit, die uns alarmieren muss.» (Archivbild) / Foto: Markus Lenhardt/dpa
Sie setzen sich ein für Vielfalt, machen Geschichte lebendig, führen Tag für Tag schwierige Gespräche. Für ihr Engagement gegen Antisemitismus wurden zwei Vereine ausgezeichnet.

Zwei Initiativen aus Sachsen und Brandenburg sind vom Förderkreis Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Jüdischen Gemeinde zu Berlin mit dem Preis für Zivilcourage ausgezeichnet worden. Die Vereine «Geschichte hat Zukunft» aus Neuendorf im Sande und «Buntes Meißen» übernehmen auf unterschiedliche Weise gesellschaftliche Verantwortung, stärken demokratische Strukturen vor Ort und setzen sich gegen Menschenfeindlichkeit ein, wie es zur Begründung hieß. Sie erhalten ein Preisgeld von jeweils 2.000 Euro. 

«Antisemitismus, Rassismus und Rechtsextremismus begegnen uns wieder offen und mit einer Selbstverständlichkeit, die uns alarmieren muss», beklagte die Vorsitzende des Fördervereins, Lea Rosh. «Gerade deshalb brauchen wir Menschen, die nicht wegsehen und nicht schweigen, sondern widersprechen, Verantwortung übernehmen und vor Ort handeln.» Die diesjährigen Preisträger zeigten, dass Zivilcourage keine abstrakte Forderung sei. «Sie beginnt im Alltag, in unseren Städten und Gemeinden - und sie ist eine Voraussetzung dafür, dass unsere Demokratie wehrhaft bleibt.» 

Der Verein «Geschichte hat Zukunft» setze sich dafür ein, die Geschichte des ehemaligen jüdischen Landwerks Neuendorf im Sande bei Fürstenwalde/Spree aufzuarbeiten, hieß es. Er verbinde lokale Erinnerungsarbeit mit historischer und politischer Bildung. Der Verein «Buntes Meißen - Bündnis für Zivilcourage» stärke mit seiner Arbeit zivilgesellschaftliches Engagement vor Ort und setze sich auch unter schwierigen Bedingungen für eine offene und vielfältige Gesellschaft ein.

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