Der Freistaat Sachsen hat den Vertrag mit Manuel Schöbel als Intendant der Landesbühnen Sachsen erneut verlängert. Die neue Amtszeit beginnt am 1. August 2027 und währt weitere drei Jahre. Die Verlängerung erfolgte im Einvernehmen mit dem Gesellschaftervertreter, dem Staatsministerium der Finanzen; zuvor hatte der Aufsichtsrat der Landesbühnen Sachsen GmbH einstimmig zugestimmt.
Die Personalentscheidung fiel nach Angaben der Landesbühnen nach Gesprächen zwischen Geschäftsführung, Aufsichtsrat und dem zuständigen Staatsministerium. Der Aufsichtsrat habe die Fortsetzung der Zusammenarbeit einstimmig unterstützt, hieß es. Das Staatsministerium der Finanzen als Gesellschaftervertreter stimmte dem Vertrag zu, sodass die Verlängerung formell besiegelt wurde.
Manuel Schöbel, 1960 in Dresden geboren, hatte die Intendanz der Landesbühnen Sachsen im Jahr 2011 übernommen. Unter seiner Leitung bewältigten die Bühnen in den vergangenen Jahren maßgebliche Herausforderungen: Die Folgen der Corona-Pandemie wurden ebenso adressiert wie umfangreiche Baumaßnahmen an der Felsenbühne Rathen. Zugleich setzte die Intendanz Schwerpunkte in der kulturellen Teilhabe und der Publikumsgewinnung.
Besondere Erwähnung findet die Etablierung der Abteilung »Junges.Studio«, die theaterpädagogische Angebote und Inszenierungen in Kindertagesstätten und Schulklassen bringt. Diese Initiative diene sowohl der kulturellen Bildung als auch der Profilbildung als mobiles Theater, das in ländlichen Räumen präsent ist. Nach Angaben der Landesbühnen trugen diese Angebote dazu bei, neue Zielgruppen zu erschließen und das Publikum wieder an die Spielstätten in Radebeul und Rathen zu binden.
Die Führung der Landesbühnen unter Schöbel konnte die Besucherzahlen laut Mitteilung weitgehend auf das Vor-Corona-Niveau zurückführen. Organisatorische Maßnahmen, ein diversifizierter Spielplan in den vier Sparten sowie eine stärkere Außendarstellung seien hierfür ausschlaggebend gewesen. Die Fusion von künstlerischer Ambition und betrieblicher Stabilität wird in der Mitteilung als Grund für das Vertrauen der Gremien genannt.
Die sächsische Kulturministerin Barbara Klepsch würdigte die Verlängerung: »Unter der künstlerischen Leitung von Manuel Schöbel haben die Landesbühnen Sachsen in den letzten Jahren die Herausforderungen der Corona-Pandemie sowie den Umbau und die Modernisierung der Felsenbühne Rathen erfolgreich bewältigt und darüber hinaus wichtige Themen wie Inklusion und die Gewinnung neuen Publikums vorangetrieben. Mit großer Weitsicht, organisatorischer Stärke und künstlerischem Mut gelang es Manuel Schöbel, das Vertrauen des Publikums auch außerhalb der angestammten Spielorte in Radebeul und Rathen zurückzugewinnen und die Besucherzahlen wieder auf das Vor-Corona-Niveau zu heben. Daneben etablierte er erfolgreich die Abteilung »Junges.Studio« ... Daher freue ich mich, dass wir Herrn Schöbel einmal mehr dafür gewinnen konnten, auch die nahe Zukunft der Landesbühnen Sachsen weiter zu gestalten und das Profil als mobiles Theater für den ländlichen Raum weiter zu schärfen.«
Manuel Schöbel selbst erklärte, er freue sich darauf, die Arbeit fortzusetzen: »Ich freue mich, Verantwortung für eine weitere stabile Entwicklung der Landesbühnen Sachsen zu tragen und gemeinsam mit einem starken Team den vielseitigen Spielplan in unseren vier Sparten zu gestalten und zu realisieren.«