Sachsens Kultusminister Christian Piwarz sieht in der Corona-Krise die Chance auf einen Innovationsschub an den Schulen. «Die Impulse, die Corona liefert, dürfen wir nicht hinten anstellen und nach der Krise einfach so weitermachen wie vorher», betonte der CDU-Politiker. Piwarz geht davon aus, dass Corona auch «Schwung in die Diskussion» bringt, welche Inhalte ein modernes Bildungssystem heutzutage haben muss. Zum einen gehe es um Lehrpläne, aber auch um die Frage, wie das Wissen generell vermittelt wird.
«Wir haben Fortschritte gemacht beim digitalen Lehren und Lernen, wenngleich wir auch die Probleme deutlich aufgezeigt bekommen haben», erklärte der Minister. Bei Lehrern gebe es unterschiedliche Stufen der Erfahrung mit der Wissensvermittlung via Internet. Im Sommer 2020 habe man ein umfangreiches Fortbildungsprogramm erarbeitet und in diesem Jahr erweitert. «Das wurde auch gut angenommen.»
Die Digitalisierung bietet noch mehr als bisher die Möglichkeit, außerschulische Lernorte zu entdecken. Mit entsprechender Ausstattung und pädagogischer Vorbereitung sei auch begleitetes Lernen zu Hause möglich. «Etwas, das vorher kaum denkbar war - und eine Möglichkeit, die künftig gerade bei größeren Klassen stärker genutzt werden kann.»