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Zahl der Einsätze von Detektiven in Sachsen steigt wieder an

Zahl der Einsätze von Detektiven in Sachsen steigt wieder an
Bildquelle: Vintagelee / pixabay.com
Von: Manfred Schulz

Die Corona-Pandemie hat vieles im Alltag verändert, auch die Arbeit von Detekteien im Freistaat. Die Lockdown-Perioden sorgten auch bei den professionellen Beweiserbringern für ein neues Gefüge bei den Aufgaben.

Jetzt berichtet die A Plus Detektei Leipzig in einer Pressemitteilung, dass mit zunehmenden Lockerungen auch die Zahl der operativen Einsätze in Sachsen wieder stark ansteigt.

Fremdgehen in Zeiten von Corona war zeitweilig schwer

Hatten Detektive noch bis März 2020 sehr viele Beobachtungen im arbeitsrechtlichen Sektor zu bewältigen und immer wieder mit dem Evergreen Fremdgehen zu tun, sank die Zahl dieser Fälle während der jeweiligen Lockdown-Phasen stark. Auch grenzübergreifende Einsätze in Richtung Tschechischer Republik oder Polen fielen fast in Gänze weg, nicht zuletzt wegen der temporären Grenzschließungen und der dortigen Inzidenz-Zahlen. Dafür kam allerdings anderen Aufgaben im Arbeitsalltag der Detekteien eine größere Bedeutung zu.

Inzwischen normalisiert sich die Lage am Markt wieder. Offenbar ist Fremdgehen wieder an der Tagesordnung genau wie Schwarzarbeit oder Betrug bei der Krankschreibung.

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Hinterfragt man diese Entwicklung kommt auch sehr schnell die Erkenntnis, warum es diese Entwicklung gab. Der Zusammenhang mit Kontaktbeschränkungen, geschlossenen Lokalitäten und dem Lockdown ist offensichtlich.

Tatsächlich gab es während der Lockdown-Phasen offenbar weniger Möglichkeiten für Fremdgänger, einen geeigneten Sexualpartner zu finden. So konnte der Ehemann seiner Frau nicht sagen, dass er am Abend nochmal mit ein paar Freunden durch die Stadt ziehen wolle. Es mangelte ihm einerseits an Ausreden, wohin es muss, andererseits an Gelegenheiten, jemanden kennenzulernen.

Gaststätten waren geschlossen, Discotheken und Clubs genauso. Es gab keine zufälligen Treffen von gleichgesinnten Menschen in Pubs oder anderen Orten. Zwar haben sich viele damit geholfen, im Internet auf die Jagd zu gehen, doch das gab es auch schon vor Corona und ist nicht ganz das Gleiche wie die „freie Wildbahn“. Hinzu kam, dass Hotels geschlossen hatten und der geeignete Platz für das heimliche Stelldichein fehlte, wenn beide Partner verheiratet oder in einer Lebensgemeinschaft waren.

Neue Freiheiten bringen altes Verhalten hervor

Die Detektive stellen dabei in ihren Statistiken fest, dass neue Freiheiten zu alten Verhaltensmustern führen. Offenbar haben viele Menschen einen gewissen Nachholbedarf, was das Fremdgehen angeht, denn die Zahl der Aufträge aus diesem Segment steigt in Sachsen sprunghaft.

So können sich willige Personen wieder in Gaststätten oder bei Veranstaltungen kennenlernen. Die Kontaktbeschränkungen sind nicht mehr so drastisch, wie sie es einst waren. Mit niedrigen Inzidenzen, steigenden Impfzahlen und weniger Einweisungen von Erkrankten in die hiesigen Krankenhäuser normalisiert sich das Leben immer mehr.

So stellen die Detektive nicht nur beim Fremdgehen steigende Fallzahlen im gesamten Gebiet von Sachsen fest, auch beim Nachweis der Schwarzarbeit und des Krankfeierns geht es in die Richtung alter Zahlen, wenngleich der Anstieg bei der Untreue von den anderen Segmenten nicht übertroffen wird. Dieser Trend gilt dabei nicht nur für Sachsen, sondern wohl auch für alle anderen deutschen Bundesländer.

Wie sich dieser Trend im Herbst bei möglicherweise stark steigenden Corona-Infektionen entwickeln wird, ist bislang nicht abzusehen. Das hängt vermutlich auch von den dann geltenden Regelungen ab und inwieweit Corona unseren Alltag beeinflusst. Sicher ist aber, dass die Sachsen die wieder gewonnenen Freiheiten im zwischenmenschlichen Umgang und den Öffnungen zumindest im Moment ausgiebig nutzen und damit für volle Auftragsbücher bei Detekteien sorgen.

Manfred Schulz
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Manfred Schulz

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