Tausende Beschäftigte aus dem Bildungsbereich haben in Sachsen für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Einkommen demonstriert. Sie folgten einem bundesweiten Aufruf der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) zum «Streiktag Bildung». Wie die GEW mitteilte, versammelten sich in Leipzig rund 3.000 Menschen zu Kundgebung und Demonstration.
Forderungen nach mehr Verlässlichkeit
«Die Pädagoginnen und Pädagogen in Kitas, Schulen, Hochschulen sind ein bedeutsames Bindeglied in der Gesellschaft», sagte die stellvertretende GEW-Vorsitzende Doreen Siebernik in Leipzig. Gerade in anstrengenden Zeiten sei Verlässlichkeit in der Bildung entscheidend. «Genau deshalb streiken wir heute», betonte sie und forderte gute Arbeitsbedingungen und eine bessere Bezahlung.
Die Gewerkschaften verlangen in den laufenden Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Länder unter anderem sieben Prozent mehr Gehalt, mindestens jedoch 300 Euro im Monat. Zudem sollen Auszubildende und Praktikanten monatlich 200 Euro mehr erhalten, die Lehrkräfte-Entgeltordnung weiterentwickelt und ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte eingeführt werden.