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Weniger Arbeitslose in Sachsen

Weniger Arbeitslose in Sachsen
Die Arbeitslosigkeit geht leicht zurück. (Symbolbild) / Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
Von: DieSachsen News
Die Zahl der Menschen ohne Job ist in Sachsen zurückgegangen. Warum die Agentur für Arbeit dennoch kritisch auf die Lage am Arbeitsmarkt schaut.

Die Arbeitslosigkeit in Sachsen ist saisonbedingt erneut zurückgegangen. Im Mai waren rund 151.000 Menschen ohne Job. Das waren ungefähr 3.300 weniger als im Vormonat, aber 4.400 mehr als im Mai des Vorjahres, wie die Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit mitteilte. Stichtag für die Arbeitslosenzahlen war der 12. Mai.

Die Arbeitslosenquote sank auf 7,0 Prozent (Vormonat: 7,2 Prozent). Die Arbeitsmarktexperten wiesen jedoch darauf hin, dass dies der höchste Stand in einem Mai seit 2016 sei. Damals lag die Quote im fünften Monat des Jahres bei 7,4 Prozent. 

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Rückgang saisonal bedingt

Der Rückgang der Arbeitslosigkeit habe saisonale Gründe, erklärte Michaela Ungethüm, Vizechefin der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit. «Gleichzeitig investieren wir verstärkt mit Maßnahmen und Qualifizierungen.» 

Vor dem Beginn des neuen Ausbildungsjahres im Herbst sollten Arbeitgeber jetzt Kontakt zur Arbeitsagentur aufnehmen, so Ungethüm. «Wir unterstützen bei der Besetzung freier Arbeits- und Ausbildungsstellen, der Auswahl geeigneter Bewerber und können Einstellungen mit finanziellen Zuschüssen sowie durch Probearbeit oder Praktika für junge Menschen fördern.»

Starke regionale Unterschiede

Die Arbeitslosigkeit ging in allen zehn Landkreisen und den drei kreisfreien Städten zurück. Es gibt jedoch starke regionale Unterschiede. Am kräftigsten fiel der Rückgang im Landkreis Leipzig (minus 4,6 Prozent) aus, am schwächsten in der Stadt Chemnitz (minus 0,3 Prozent). Die Spanne der Arbeitslosenquoten reicht von 5,4 Prozent im Landkreis Sächsischen Schweiz-Osterzgebirge bis 9,8 Prozent in Chemnitz.

Im Mai wurden knapp 6.600 freie Stellen neu gemeldet. Insgesamt lägen den Arbeitsagenturen und Jobcentern damit rund 31.900 Stellenangebote vor, hieß es.

Gewerkschaftsbund: Kein Grund zur Entwarnung

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) in Sachsen wertete die gesunkene Arbeitslosenquote als positives Zeichen. Von einer Entwarnung könne aber nicht die Rede sein. Nach wie vor prägten massive Unsicherheiten die wirtschaftliche Entwicklung. Vor allem steckten verschiedene Fertigungsbereiche in der Krise, die im Freistaat wichtig sind. Dazu zählen die Auto- und Zuliefererindustrie und die Chemiebranche.

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