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Änderungen bei Berufsschulen - Sachsen bildet Bestatter aus

Änderungen bei Berufsschulen - Sachsen bildet Bestatter aus
Sachsens Kultusministerium hat den Entwurf eines Schulnetzplanes für die Beruflichen Schulzentren im Freistaat vorgelegt. (Symbolbild) / Foto: Sebastian Kahnert/dpa
Von: DieSachsen News
Weniger Standorte für Erzieher, neue Ausbildungswege für Heilerziehungspfleger: Was sich an Sachsens Berufsschulen ab 2027 ändern soll.

Sachsen will seine Bestatter künftig im Freistaat ausbilden. Das sieht der Entwurf zur Schulnetzplanung für die Beruflichen Schulzentren (BSZ) vor. Bisher wurden Bestattungsfachkräfte für Sachsen in Bayern ausgebildet, der Beruf hat eine Lehrzeit von drei Jahren. Nun soll das am Berufsschulzentrum für Gesundheit, Technik und Wirtschaft in Oelsnitz geschehen. 

Kultusminister Conrad Clemens (CDU) verwies dabei augenzwinkernd auf die «Expertise unter Tage» in der Region. Oelsnitz war früher ein Zentrum für den Steinkohlebergbau.

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Neuer Ausbildungsberuf Heilerziehungspfleger 

Neu ist im Erzgebirge auch die Ausbildung in der Berufsrichtung staatlich anerkannter Heilerziehungspfleger. Sie wird bereits ab dem kommenden Schuljahr im BSZ für Ernährung, Sozialwesen und Wirtschaft des Erzgebirgskreises am Standort Schwarzenberg angeboten. Bis Anfang Juni lagen der Schule 21 Bewerbungen für die Ausbildung vor, teilte das Kultusministerium mit. Nach Abschluss der Ausbildung begleiten und unterstützen Heilerziehungspfleger Menschen mit geistigen, körperlichen oder seelischen Behinderungen.

Ministerium erhofft sich Effizienzgewinne 

Die neue Schulnetzplanung wird mit Beginn des Ausbildungsjahres 2027/2028 wirksam. Clemens zufolge soll das mit Augenmaß geschehen. Man wolle die 59 Berufsschulzentren und 30 Außenstellen erhalten. Trotzdem gehe es darum, effizienter zu werden und Ressourcen besser zu verteilen. In manchen Klassen gebe es derzeit nur drei, fünf oder sieben Schüler.

Ausbildung wird teils an neue Standorte verlagert 

Der Kultusminister rechnet nach Bekanntgabe des Entwurfs mit Diskussionen und «emotionalen Reaktionen» in den Landkreisen. So soll die Ausbildung von Erzieherinnen und Erziehern, die derzeit am 19 Standorten erfolgt, auf 10 Standorte reduziert werden. Es gelte, in diesem Bereich Kapazitäten herunterzufahren. «Wir bilden aktuell zu viele Erzieherinnen und Erzieher aus», sagte der Minister.

Bei einzelnen Standorten gebe es ein Geben und Nehmen, sagte Clemens. Ziel sei es, die Planung im Einvernehmen mit den Landkreisen abzustimmen.  

Die Floristenausbildung soll in Zukunft am BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung in Dresden konzentriert werden und in Wurzen wegfallen. Dagegen wird in Wurzen die Ausbildung zum Tierwirt konzentriert und findet nicht mehr in Dresden statt. 

Die Fleischerausbildung erfolgt laut Planung am BSZ Lichtenstein und nicht mehr in Delitzsch. Das BSZ für Technik und Wirtschaft «Julius Weisbach» soll für das Ausbildungsfach Produktionstechnologe zuständig sein, aber keine Elektroniker für Betriebstechnik mehr ausbilden. Das geschieht dann in Chemnitz. 

Das Bäckerhandwerk wechselt von Lichtenstein an das BSZ des Erzgebirgskreises sowie nach Chemnitz. Für Köche und Küchenfachkräfte soll nicht mehr das BSZ in Plauen zuständig sein, sondern das Zentrum des Erzgebirgskreises in Schneeberg/Schwarzenberg.

Im November soll die Planung als offizieller Entwurf vorliegen, dann folgt eine dreimonatige Anhörungsfrist. Im Mai 2027 sollen die Änderungen endgültig stehen.

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