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Sachsen: Mehr als 60.000 Rentner arbeiten noch

Sachsen: Mehr als 60.000 Rentner arbeiten noch
Nach Ansicht von Linke-Politikerin Susanne Schaper muss die gesetzliche Rente eine sichere Bank für Betroffene sein (Archivbild). / Foto: Robert Michael/dpa
Von: DieSachsen News
Im Deutschland wird gerade über eine Erhöhung des Renteneintrittsalters diskutiert. In Sachsen arbeiten viele Menschen auch als Rentner noch.

In Sachsen arbeiten mehrere Zehntausend Menschen auch als Rentner weiter. Im vergangenen Jahr seien mehr als 61.500 Frauen und Männer noch berufstätig gewesen, obwohl sie das Rentenalter schon erreicht hatten, ergab eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Susanne Schaper. Während die Zahl der geringfügig Beschäftigten oberhalb der Regelaltersgrenze zurückging, stieg die Zahl der Vollzeitbeschäftigten. 3.822 Menschen im Alter ab 70 und 1.477 Menschen mit über 75 Jahren waren vollzeitbeschäftigt. 

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Niemand soll zur Arbeit gezwungen sein, weil die Rente nicht reicht

«Wir haben nichts dagegen, wenn Menschen im Rentenalter weiterarbeiten möchten. Dafür sind viele Gründe denkbar - Betroffene wollen zum Beispiel fit bleiben, soziale Kontakte erhalten oder ihren Rentenanspruch erhöhen», betonte Linksfraktionschefin Susanne Schaper. Das sei gut für die Betroffenen und für Unternehmen, zumal in vielen Bereichen Fachkräfte fehlten. «Es darf aber niemand dazu gezwungen sein, weiterhin zu arbeiten, weil die Rente nicht ausreicht.»

Rente in Ostdeutschland für viele die einzige Einkommensquelle

Schaper verwies darauf, dass im Osten die gesetzliche Rente für viele Menschen die einzige Einkommensquelle im Alter ist. Laut Statistik bekommen Bestandsrentner im Freistaat in Sachsen im Schnitt 1.355 Euro, neue Rentnerinnen und Rentner durchschnittlich nur 1.250 Euro. Steigende Preise und Mieten lassen die Altersarmut wachsen, betonten die Linken.

Kritik an Reformplänen der Bundesregierung

«Damit alle ihren Ruhestand genießen und frei darüber entscheiden können, ob und wie viel sie im Rentenalter arbeiten möchten, muss die gesetzliche Rentenversicherung eine sichere Bank für alle sein», erklärte Schaper. Die Reformpläne der Bundesregierung würden das allerdings nicht gewährleisten. «Sie sorgen auch künftig nicht dafür, dass alle Erwerbstätigen für ihre gesamten Einkünfte im Job und am Finanzmarkt in den Rententopf einzahlen. Die Beitragsbemessungsgrenze muss weg, damit auch Menschen mit hohen und höchsten Einkommen pflichtgemäß zur Solidargemeinschaft beitragen.»

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